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Ministerium betont vor Bombardier-Gespräch Wert der Arbeitsplätze

Montag, 09.01.2017 13:54 von

BERLIN (dpa-AFX) - Der geplante Arbeitsplatzabbau beim Bahntechnikhersteller Bombardier Transportationen in Deutschland beschäftigt heute (Montag) eine Spitzenrunde bei Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). "Die Sicherung von Arbeitsplätzen in Deutschland ist ein wichtiges Anliegen des Bundeswirtschaftsministers", teilte das Ministerium mit. Erwartet zu dem Treffen um 17.00 Uhr werden Unternehmenschef Laurent Troger, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU). Es handele sich um ein Arbeitsgespräch, teilte das Unternehmen mit.

"Bombardier Transportation kommt in Deutschland eine führende Rolle bei der Entwicklung und Fertigung von modernen Schienenverkehrstechnologien zu", hieß es. Das Unternehmen trage damit zur Sicherung von Beschäftigung in der traditionell in Deutschland angesiedelten Bahnindustrie bei und fördere eine nachhaltige Mobilität "Made in Germany".

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zeigte sich am Montag "froh" über Gabriels Initiative. "Ich hoffe, dass wir im Gespräch bleiben und möglichst gute Ergebnisse erzielen", sagte Woidke in Potsdam. "Und gute Ergebnisse heißt natürlich, möglichst viele Arbeitsplätze in Hennigsdorf erhalten und das heißt für mich auch, Hennigsdorf als Produktionsstandort zu erhalten."

Der sächsische CDU-Politiker Marko Schiemann forderte unterdessen den Erhalt der sächsischen Werke in Bautzen und Görlitz. "Ein starkes Bekenntnis zum Standorterhalt ist notwendig."

Bombardier Transportation mit seiner Zentrale in Berlin ist die Zugsparte des kanadischen Flugzeug- und Bahnkonzerns Bombardier. Sie hat fast 40 000 Beschäftigte, davon rund 8500 in Deutschland. Bei der laufenden Umstrukturierung sollen bis Ende 2018 weltweit 5000 Arbeitsplätze wegfallen. Wo genau, ist noch nicht klar. Auch in Hennigsdorf in Brandenburg und in Görlitz und Bautzen in Sachsen fürchten Mitarbeiter um ihre Jobs. In Hennigsdorf könnte die komplette Produktion wegfallen und nur noch die Forschung erhalten bleiben./bf/DP/stb