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Mini-Inflation hält weiter an

Mittwoch, 31.08.2016 11:40 von

Vor der EZB-Ratssitzung am Donnerstag hat das europäische Statistikamt Eurostat seine Schätzung für die Inflation im Euro-Raum im August vorgelegt. Die Zahlen machen die Arbeit für EZB-Chef Mario Draghi nicht leichter.

Die Inflation in der Euro-Zone verharrt auf ihrem äußerst niedrigen Niveau. Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in einer ersten Schätzung meldete, stiegen die Verbraucherpreise im August nur um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dies ist der gleiche Wert wie im Juli 2016. Damals war sie immerhin leicht gestiegen: Im Juni lag die Inflationsrate auf Jahressicht nur bei 0,1 Prozent.

Teurer wurden in der Euro-Zone vor allem Lebensmittel, Alkohol und Tabak. Deren Preise stiegen um 1,3 Prozent – im Juli waren es noch 1,4 Prozent gewesen. Deutlich billiger wurde hingegen Energie wie Öl (Rohöl) und Gas: Deren Preise sanken um 5,7 Prozent. Allerdings verlangsamte sich der Preisabschwung: Im Juli hatte der Rückgang noch bei 6,7 Prozent gelegen.

Die Inflationsrate ist weit entfernt von dem, was Währungshüter für ein stabiles Preisniveau halten: Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig für den gesamten Euro-Raum eine Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent an. Denn dauerhaft niedrige oder gar sinkende Preise gelten als Risiko für die Konjunktur. Unternehmen und Verbraucher könnten Anschaffungen aufschieben, weil sie erwarten, dass es noch billiger wird. Um die Inflation anzuheizen, flutet die EZB die Märkte mit billigem Geld.

Auch in Deutschland gibt es kaum eine nennenswerte Inflation. Im August stiegen die Verbraucherpreise wie schon im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat nur um 0,4 Prozent, so die am Dienstag veröffentlichte Schätzung des Statistischen Bundesamts. Auch hierzulande wirkten sich vor allem sinkende Energiepreise dämpfend auf die Inflation aus.

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