Migrations-Zusammenarbeit: EU-Kommissar kündigt Afrika-Reise an

Montag, 07.11.2016 13:40 von

ROM (dpa-AFX) - Der EU-Innenkommissar und der italienische Außenminister wollen gemeinsam nach Afrika reisen, um die Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitländern von Migranten zu verbessern. Am 10. und 11. November wollen sie Niger, Mali und Senegal besuchen, wie Dimitris Avramopoulos und Paolo Gentiloni in der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" (Montag) schrieben. "Unsere Mission zielt auf die Stärkung der Partnerschaft mit jedem der drei Länder ab, um gemeinsam Migrationsflüsse besser kontrollieren zu können", hieß es in dem Artikel.

Um die Migrationskrise in den Griff zu bekommen, hatte die EU zunächst mit fünf afrikanischen Ländern eine engere Zusammenarbeit gesucht: Niger, Nigeria, Senegal, Mali und Äthiopien. Sie will erreichen, dass weniger Menschen von Nordafrika aus übers Mittelmeer nach Europa übersetzen. Gleichzeitig will sie Herkunftsländer dazu bringen, Staatsbürger zurückzunehmen, die in Europa kein Bleiberecht bekommen. Im Gegenzug erhalten die Länder finanzielle Unterstützung.

Zuletzt hatte die EU den Rückgang von Ausreisen aus Niger in Richtung Europa als ersten Erfolg der Zusammenarbeit mit den afrikanischen Staaten bezeichnet./lkl/DP/zb