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Mexikanische Kleinbauern fürchten Importe aus Europa

Donnerstag, 17.11.2016 05:20 von

MEXIKO-STADT (dpa-AFX) - Angesichts der EU-Pläne für mehr Agrarexporte in Schwellenländer fürchten die mexikanischen Kleinbauern einen ruinösen Preiskampf. "Das ist ein falsches Modell, das den mexikanischen Bauern schaden wird", sagte der geschäftsführende Direktor des Kleinbauernverbands Anec, Víctor Suárez, der Deutschen Presse-Agentur. "Es wird zu einem ökonomischen und ökologischen Dumpingwettlauf führen."

Bereits der Nordamerikanische Freihandelsvertrag (Nafta) habe den kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben geschadet. Zwei Millionen Arbeitsplätze seien verloren gegangen, und die Lebensmittelpreise hätten sich deutlich erhöht. "Der Freihandel nutzt nur den großen Agrarkonzernen, die Kleinbauern können gegen subventionierte Importe nicht bestehen", sagte Suárez.

Der europäische Agrarsektor leidet unter einer Marktkrise mit Überangeboten und Niedrigpreisen. Die EU-Kommission hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Problem vor allem mit Exportausweitungen angehen zu wollen. Zuletzt reiste Agrarkommissar Phil Hogan unter anderem nach Mexiko und Kolumbien sowie nach Indonesien und Vietnam, um die Chancen einer Absatzsteigerung im Ausland zu sondieren./dde/asa/DP/zb