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22:50 Uhr
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Metro-Chef bekräftigt Prognose

Dienstag, 10.01.2017 08:40 von

Metro kommt nicht vom Fleck: Der Handelskonzern konnte sich behaupten - die Anleger sind aber enttäuscht. Die Aktie war am Morgen schwächster Wert im MDax.

Der Handelsriese Metro (Metro Aktie) tritt im wichtigen Weihnachtsgeschäft auf der Stelle. Der Konzern verbuchte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 mit seinen Großmärkten, der Supermarkt-Kette Real und dem Elektronikhändler Media-Saturn einen Umsatz von 17 (Vorjahr: 17,1) Milliarden Euro, wie er am Dienstag mitteilte. "Insgesamt haben wir uns in einem anspruchsvollen Marktumfeld im Weihnachtsquartal solide behauptet", sagte Metro-Chef Olaf Koch. Anleger zeigten sich hingegen enttäuscht: Mit einem Minus von 2,6 Prozent war die Metro-Aktie schwächster Wert im Nebenwerteindex MDax.

Federn lassen musste Real, der Umsatz sank auch durch die Schließung von Märkten um rund vier Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro. Die Cash&Carry-Großmärkte entwickelten sich dagegen trotz des Verkaufs des Vietnam-Geschäfts stabil. Bei Europas größtem Elektronikhändler Media-Saturn stagnierten die Umsätze bei 6,9 Milliarden Euro.

Punkten konnte Media-Saturn indes mit Reparaturdienstleistungen und Garantieverlängerungen - hier habe es zweistellige Wachstumsraten gegeben, erklärte der Konzern. Auch der über die Online-Shops von Media-Saturn erzielte Umsatz legte um mehr als 25 Prozent zu, obwohl sich die kriselnde Internet-Tochter Redcoon aus mehreren Ländern zurückgezogen hatte.

An seiner Prognose für das Geschäftsjahr 2016/17 hält Konzernchef Koch fest. Er erwartet auf Basis der aktuellen Konzernstruktur leichte Steigerungen beim Umsatz und beim operativen Ertrag (Ebit vor Sonderfaktoren). Koch hat Metro eine Aufspaltung verordnet. Dabei soll voraussichtlich Mitte des Jahres das Lebensmittelgeschäft um die Großmärkte und die Supermarktkette Real aus dem Metro-Verbund ausgegliedert werden. Metro-Nachfolger soll die Holding Ceconomy werden, unter deren Dach das Elektronikhandelsgeschäft um Media Markt, Saturn und Redcoon gebündelt wird. Koch will mit dem Schritt beide Teile schlagkräftiger und für Investoren attraktiver machen.

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