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Merkel soll Deutscher Bank nicht helfen wollen

Montag, 26.09.2016 09:00 von

Die Bundeskanzlerin will der Deutschen Bank bis zu den Bundestagswahlen im September 2017 nicht helfen, berichtet das Nachrichtenmagazin Focus. Auch in den Rechtsstreit mit den USA soll sie sich nicht einschalten wollen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat jegliche Staatshilfen für die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) in dem Jahr vor den Bundestagswahlen im September 2017 ausgeschlossen, wie das Nachrichtenmagazin Focus am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise berichtet.

Die deutsche Regierungschefin lehne auch ab, sich in den Rechtsstreit des Frankfurter Finanzhauses mit dem US-Justizministerium einzuschalten, so das Magazin. Das US-Justizministerium fordert von der Deutschen Bank eine Zahlung von bis zu 14 Milliarden Dollar (Dollarkurs), um einen Streit um Geschäfte mit hypothekenbesicherten Wertpapieren (MBS) beizulegen. Ein Regierungssprecher lehnte am Samstag eine Stellungnahme zu dem Bericht ab und auch eine Sprecherin der Deutschen Bank wollte sich nicht dazu äußern.

Die Finanzausstattung der größten Bank in Deutschland, die in diesem Jahr fast die Hälfte ihres Marktwerts verloren hat, stimmt deutsche Politiker besorgt. Finanzpolitiker der Sozialdemokraten beschäftigten sich in einer internen Sitzung vergangene Woche mit der Finanzlage der Deutschen Bank, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Das Thema sei im Rahmen einer Debatte der Basel-Regeln aufgekommen, hieß es.

Die Bundesregierung gehe davon aus, dass in dem US-Verfahren ein „faires Ergebnis“ erzielt werden könne, erklärte das Finanzministerium am 16. September.

Die Deutsche Bank beabsichtigt nach eigenen Angaben nicht, den von den US-Behörden geforderten Höchstbetrag zu zahlen, doch Anleger sorgen sich um die Kapitalausstattung. Vorstandschef John Cryan, 55, versucht die Profitabilität der Deutschen Bank zu steigern, indem er risikoreichere Vermögenswerte verkauft und Stellen abbaut. Doch nicht abgeschlossene Rechtsstreitigkeiten und Forderungen schüren die Besorgnis, dass die Bank zu einer Kapitalerhöhung gezwungen sein könnte.

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