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Mehr Handel für die Umwelt: Internationaler Deal steht vor Abschluss

Donnerstag, 01.12.2016 05:55 von

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der internationale Handel mit Produkten, die dem Umwelt- oder Klimaschutz dienen, soll in naher Zukunft wesentlich einfacher werden. Nach Angaben von EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström sind die Verhandlungen über ein Abkommen zum Zollabbau für rund 300 solcher Waren in der Schlussphase angelangt. Sie hoffe auf einen erfolgreichen Abschluss der Gespräche bei einem am Samstag beginnenden Ministertreffen in Genf, sagte die Schwedin im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur und drei weiteren internationalen Medien.

An dem Abkommen zum Handel mit sogenannten Umweltschutzgütern wollen sich neben der Europäischen Union unter anderem die USA, China und Japan beteiligen. Das Projekt war 2014 während des Weltwirtschaftsforums in Davos von Mitgliedstaaten der Welthandelsorganisation (WTO) initiiert worden, um den Kampf gegen den Klimawandel voranzubringen.

"Dieser Vertrag (...) wird die Kosten für Hunderte Umweltprodukte senken und dazu beitragen, dass sie eine größere Verbreitung finden", kommentierte Malmström. Es gehe beispielsweise um Windturbinen sowie Anlagen zur Müllbeseitigung oder Wasseraufbereitung.

Gestritten wird nach Angaben von Malmström noch über einige chinesische Vorschläge für die Produktliste. Das Land wollte zuletzt zum Beispiel auch Fahrräder und E-Bikes miteinbeziehen. Die europäische Industrie läuft gegen dieses Vorhaben Sturm. Sie fürchtet, von chinesischer Billigkonkurrenz in den Ruin getrieben zu werden./aha/DP/zb