Top-Thema

Mehr als 20 Zivilisten bei Kämpfen mit Taliban getötet

Donnerstag, 03.11.2016 13:40 von

Zwei US-Soldaten und mehr als 20 Zivilisten sind bei Kämpfen mit den Taliban in der Provinz Kundus ums Leben gekommen. Trotz beendetem Nato-Einsatz sind noch immer Tausende Soldaten im Land.

In der nordafghanischen Provinz Kundus sind bei einem Luftangriff auf radikalislamische Taliban nach offiziellen Angaben auch mehr als 20 Zivilisten getötet worden. Das bestätigten am Donnerstag zwei Provinzratsmitglieder. Die Nato-Mission Resolute Support (RS) bestätigte über den Kurznachrichtendienst Twitter, dass das Bündnis Luftangriffe geflogen habe. Angaben über zivile Opfer würden untersucht.

Nach Angaben des Provinzratsmitglieds Fausia Jaftali kamen in der nur zehn Kilometer vom Provinzzentrum entfernten Gegend von Busi Kandahari 24 Zivilisten ums Leben. Andere Quellen sprachen von bis zu 31 Opfern. Ein Arzt am größten Krankenhaus der Stadt, Mohammad Mangal, sagte, 30 Zivilisten seien mit Verletzungen eingeliefert worden. Sie rührten offenbar von Explosionen her. In sozialen Medien kursierten Bilder getöteter Kinder. Laut Jaftali sind auch viele Taliban getötet worden, darunter zwei Kommandeure.

Es blieb zunächst unklar, ob afghanische Streitkräfte an den Luftangriffen beteiligt waren. Nato-Luftangriffe werden üblicherweise von den US-Streitkräften durchgeführt. Die USA haben nach Medienberichten in Afghanistan in diesem Jahr um die 700 Luftangriffe auf Stellungen der Taliban sowie der Terrormiliz IS geflogen. Es gab jüngst zunehmend Berichte über zivile Opfer.

Die US-Streitkräfte hatten am Morgen gemeldet, dass bei einem Einsatz in Kundus zwei Soldaten getötet und zwei verletzt worden seien. In Kundus war bis Ende 2013 auch die Bundeswehr stationiert gewesen.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.