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Mehr Abonnenten als Deutschland Einwohner hat

Dienstag, 18.10.2016 08:00 von

Die Abo-Zahlen des Film- und Serienportals legen deutlich zu, die Anleger sind begeistert. Vor allem die Investitionen in eigene Original-Produktionen haben sich ausgezahlt. Auf Eis liegen allerdings die China-Pläne.

Es sei wohl wieder einmal soweit, sagt Reed Hastings grinsend in die Kamera und lehnt sich behaglich in seinem Sessel zurück, in der ersten Reihe des nachgebauten Kinos im Netflix-Hauptquartier. „Uns ist allen klar, dass ich mich schon wieder für die Unbeständigkeit entschuldigen muss.” Doch der Chef der Streaming-Plattform aus Los Gatos in Kalifornien, sieht mehr als zufrieden aus.

Sein Unternehmen hat die Prognosen der Wall Street übertroffen. Netflix (Netflix Aktie) konnte mehr Nutzer für sich gewinnen als von den Analysten erwartet wurde.

3,57 Millionen neue Abo-Kunden kamen hinzu, die konzerneigene Prognose hatte bei nur 2,6 Millionen gelegen. Den Anlegern gefiel das. Der Kurs der Aktie rauschte um 20 Prozent in die Höhe.

Zuletzt hatten Netflix-Aktionäre ebenso Nerven beweisen müssen wie die Zuschauer der populären Mystery-Serie „Stranger Things” oder des Drogen-Thrillers „Narcos”. Im letzten Quartal hatte Netflix seine Ziele nicht erreicht, der Aktienkurs sank um 13 Prozent.

Hastings entschuldigte sich noch während des traditionellen Investoren-Calls für das Auf und Ab. Das schwache Wachstum hatte Befürchtungen genährt, der Expansionskurs des Unternehmens sei ins Stocken geraten.

Die Abonnements sind Netflix' wichtigste Einnahmequelle. Deshalb ist die Firma permanent dabei, aggressiv neue Kunden für sich zu gewinnen.

Erst im Januar hatte Hastings deshalb den Start in 130 weiteren Ländern bekannt gegeben, womit sein Dienst schlagartig in 190 Staaten erreichbar war. Die Strategie hat sich inzwischen ausgezahlt. Genau dort konnte Netflix nun mehr Menschen von sich begeistern.

Netflix-Chef sieht seinen Kurs bestätigt

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