Mega-Emission pusht Bilanz bei Börsengängen

Mittwoch, 28.09.2016 13:00 von

Die RWE-Tochter Innogy hilft den Börsengängen in diesem Jahr aus der Lethargie: Laut Experte sind 2016 noch zehn Neu-Emissionen möglich. Bisher haben es erst fünf Neulinge an die Frankfurter Börse geschafft.

Die sich anbahnende Mega-Emission der RWE-Tochter Innogy hellt die maue Jahresbilanz bei Börsengängen auf. „Nach wie vor sind zehn Börsengänge in Deutschland in diesem Jahr möglich“, sagte Martin Steinbach, Experte für Neuemissionen bei der Unternehmensberatung EY.

Bisher haben es 2016 fünf Neulinge an die Frankfurter Börse geschafft. Sie sammelten zusammen gerade einmal 320 Millionen Euro ein, weil die Aktien des Schwergewichts Uniper einfach an die E.ON-Aktionäre verschenkt wurden. Vier Kandidaten haben ihre Börsenpläne im September bereits öffentlich gemacht, „weitere stehen in den Startlöchern“, sagte Steinbach.

Wenn sich die bisher bekannten Pläne erfüllen, könnte das Emissionsvolumen bis zum Jahresende nach Reuters-Berechnungen noch auf 6,4 Milliarden Euro steigen und damit an das vergangene Jahr heranreichen. 2015 war mit Erlösen von 7,1 Milliarden Euro das stärkste Jahr für Neuemissionen (IPO) in Deutschland seit 2007 gewesen. Allein der Energiekonzern Innogy steuert auf ein Emissionsvolumen von fünf Milliarden Euro zu. Bereits am ersten Tag der Zeichnungsfrist, dem Montag, war die Nachfrage so groß, dass die RWE-Tochter alle Aktien zumindest am unteren Ende der Spanne hätte verkaufen können.

Der Gewerbeimmobilien-Investor OfficeFirst, ein Teil der ehemals börsennotierten IVG, will bei seinem Börsengang nach früheren Angaben 700 bis 900 Millionen Euro einsammeln, der Arzneimittel-Versender Shop Apotheke peilt gut 100 Millionen Euro an, der Dämmstoffhersteller Va-Q-Tec bleibt knapp darunter. Sie alle wollen im Oktober ihre Börsenpremiere feiern.

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