MBDA gibt Angebot für Meads-Abwehrsystem ab

Mittwoch, 28.09.2016 20:00 von

Eigentlich wollte das Verteidigungsministerium den Kauf der Meads-Raketenabwehr bis Ende 2016 genehmigt bekommen. Doch schon vor Beginn des Projekts kam es zu Verzögerungen. Nun hat der Hersteller sein Angebot abgegeben.

Der Rüstungskonzern MBDA hat mit knapp zwei Monaten Verspätung sein Angebot zum Bau des milliardenschweren Raketenabwehrsystems Meads für die Bundeswehr abgegeben. „Das Angebot des Herstellers liegt uns jetzt vor“, sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Reuters. „Wir werden es angesichts der unvermeidbaren Entwicklungsrisiken dieser Hochtechnologie sehr gewissenhaft prüfen, bevor es in einen Vertrag gegossen werden kann.“ Meads (Medium Extended Air Defense System) soll bei der Bundeswehr die alten Patriot-Batterien von Raytheon (Raytheon Aktie) ersetzen.

Das Ministerium wolle das Rüstungsprojekt im Frühjahr kommenden Jahres ins parlamentarische Verfahren bringen, sagte die Ministerin. Sie antwortete damit auf die Frage, ob sie von einem Vertragsabschluss noch in dieser Legislaturperiode ausgehe. Nach früherer Planung wollte das Ministerium den Vertrag noch in diesem Jahr durch den Haushaltsausschuss bringen. Von der Leyen betonte, es sei wichtig, bei dem Vorhaben aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. „Wir haben Projekte, die uns heute Riesenprobleme machen, weil die vor 20, 30 Jahren geschlossenen Verträge dünn und oberflächlich waren“, erklärte sie. „Vieles wurde teurer, weil Risiken vor Vertragsschluss nicht ausreichend geklärt waren.“ Nun würden deutlich höhere Maßstäbe angelegt, um einen ausgefeilten und differenzierten Vertrag zu bekommen.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.