Top-Thema

12:06 Uhr
AKTIE IM FOKUS: Anleger spekulieren nach Busch-​Offerte für Pfeiffer auf mehr

Mays heimliche Verbündete

Dienstag, 11.10.2016 19:40 von

Europäische Industrieverbände und Unternehmen kämpfen an der Seite Londons dafür, dass Großbritannien den freien Zugang zum Binnenmarkt behält. Die politische Führung der EU verbittet sich diese Einmischung.

Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande nahm kein Blatt vor den Mund. „Großbritannien hat sich für den Brexit entschieden, ich glaube sogar für einen harten Brexit“, konstatierte Hollande vergangene Woche in Paris. Das werde nicht ohne Konsequenzen bleiben. „Es muss eine Drohung geben, es muss ein Risiko geben, es muss einen Preis geben“, sagte Hollande. Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht das ähnlich. Der Brexit dürfe nicht dazu führen, „dass sich in Europa ein Prozess breitmacht, in dem jeder tut und lässt, was er will“, sagte die Kanzlerin.

Die Warnungen der Chefs der beiden größten EU-Staaten richtet sich nicht nur an die Regierung in London, sondern auch an die heimische Wirtschaft. Merkel und Hollande registrieren mit Sorge, dass Industrieverbände und Unternehmen damit beginnen, sich für britische Belange stark zu machen. Die Brexit-Verhandlungen haben zwar noch gar nicht begonnen. Doch führende Wirtschaftsvertreter versuchen, schon vorab Einfluss zu nehmen. Zum Beispiel Ende September im Bundeskanzleramt: Hollande, Merkel und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker dinierten mit 15 europäischen Vorstandsvorsitzenden, darunter die Chefs von Siemens und Deutscher Telekom, SAP (SAP Aktie) und Telefonica.. Thema des Treffens mit dem European Roundtable of Industrialists (ERT) war eigentlich die Digitalisierung der Wirtschaft, doch die CEOs brachten ein ganz anderes Thema auf den Tisch. „Wir müssen das Vereinigte Königreich so eng wie möglich an den europäischen Binnenmarkt anbinden“, forderte ERT-Präsident Benoît Potier. Von den mit einem freien Zugang zum Binnenmarkt verbundenen Bedingungen sprach der Chef des französischen Chemiekonzerns Air Liquide (Air Liquide Aktie) nicht.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.