Martin Zielke muss noch nachlegen

Donnerstag, 29.09.2016 16:21 von

Die Commerzbank (Commerzbank Aktie) 4.0 hat noch Luft nach oben. Vorab musste die Bank Grundzüge ihrer neuen Strategie veröffentlichen. Bisher wird sie dominiert von Sparmaßnahmen. Freitag muss Zielke erklären, wie er Geld verdienen will.

So hat sich Martin Zielke das vermutlich nicht vorgestellt: Schon bevor der Commerzbank-Chef seine neue Strategie verkünden konnte, ist einiges schief gelaufen. Erst enthüllte eine versehentlich online gestellte Meldung im Intranet der Bank schon am Mittwochabend pikante Details des gehüteten Plans, noch bevor der Aufsichtsrat der neuen Strategie überhaupt zustimmen konnte. Aufgrund von Medienberichten sah sich die Bank dann am Donnerstag dazu gezwungen, die Kapitalmärkte vorzeitig per adhoc über die groben Linien ihres Plans für die neue Commerzbank 4.0 zu informieren.

So ist nun klar, dass die Bank insgesamt 9600 Stellen abbauen will. Vor allem durch die Zusammenlegung von Geschäftsbereichen und der Digitalisierung von Prozessen sollen zahlreiche Jobs eingespart werden. Gleichzeitig wird das komplette Geldinstitut durchdigitalisiert, dafür werden 2300 neue Arbeitsplätze "in Wachstumsfeldern" geschaffen, netto baut die Bank bis Ende 2020 7300 Stellen ab.

Zielke beweist, dass er es mit dem Umbau ernst meint und sich nicht mit leeren Worten zufriedengibt. Sein Plan ist zugleich ein umfangreiches Aufräumen mit der Vergangenheit. Außerdem will er mit der Commerzbank 4.0 eine digitale, zukunftsfähige Bank schaffen. Das ist lobenswert. Aber kann die Bank plötzlich mehr Geld verdienen, nur weil sie digitaler wird? Das ist mehr als fraglich. Darauf muss der Commerzbank-Chef am Freitag Antworten liefern, wenn die Strategie offiziell verkündet wird. Zielke, der seit Mai dieses Jahres Chef der Bank ist, hat also noch Erklärungsbedarf und Luft nach oben.

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