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Marburger Bund warnt vor massenhafter Schließung von Krankenhäusern

Donnerstag, 03.11.2016 10:55 von

BERLIN (dpa-AFX) - Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund warnt vor einer massenhaften Schließung von Krankenhäusern. "In keinem anderen Versorgungsbereich hat es in den vergangenen Jahren mehr Rationalisierung und staatlich verfügten Kapazitätsabbau gegeben als im Krankenhaussektor", erklärte der Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, am Donnerstag in Berlin anlässlich der Hauptversammlung seines Berufsverbandes in den kommenden beiden Tagen.

Henke erläuterte weiter, in den vergangenen 20 Jahren seien rund 110 000 Krankenhausbetten abgebaut worden. Gleichzeitig sei die Zahl der stationär behandelten Patienten von rund 16 Millionen auf 19,2 Millionen gestiegen. Wer dann immer noch Hunderte von Krankenhäusern für überflüssig erkläre, rede letztlich einer Unterversorgung das Wort. Mit der freien Krankenhauswahl wäre es dann rasch vorbei, warnte Henke.

Er reagierte damit vor allem auf Äußerungen einer Gruppe von Wissenschaftlern der Akademie Leopoldina (Halle), die - nach dem dänischen Vorbild - vor allem auch aus wirtschaftlichen Gründen für eine massive Reduzierung der derzeit rund 2000 Krankenhäuser in Deutschland auf 330 Zentralkliniken plädierten.

Dem hielt Henke entgegen, der Staat sei verpflichtet, eine gleichmäßige und für alle Menschen gut erreichbare stationäre Versorgung sicherzustellen. Krankenhäuser seien keine Profitcenter. Sie müssten vielmehr eine gleichermaßen wirtschaftliche wie bedarfsgerechte Versorgung organisieren. Die Umsetzung der Vorschläge aus der Leopoldina würde neben der Schließung von 1670 Häusern ein Investitionsvolumen von 80 Milliarden Euro erfordern./rm/DP/fbr