Top-Thema

10:34 Uhr +0,18%
DAX-Check: Jahresendrallye steht nicht mehr viel im Wege

Manager werfen Ericsson Bestechung in Millionenhöhe vor

Mittwoch, 23.11.2016 14:00 von

Der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson soll über Jahre Bestechungsgelder an geheime Empfänger rund um den Globus verschickt haben. Eine der höchsten Summen soll mehr als 100 Millionen Euro betragen haben.

Frühere Manager werfen dem schwedischen Telekommunikationsausrüster Ericsson laut Medienberichten vor, über Jahre Millionensummen an Bestechungsgeldern gezahlt zu haben. „Enorme Summen wurden von der Konzernzentrale in Schweden via Zürich an geheime Empfänger rund um den Globus verschickt“, berichtete die Zeitung „Dagens Nyheter“ am Mittwoch. Das Blatt und der schwedische Rundfunksender SR beriefen sich unter anderem auf einen früheren Ericsson-Manager, der dabei eine zentrale Rolle übernommen haben soll. Er habe der US-Börsenaufsicht SEC Unterlagen zu den mutmaßlichen Schmiergeldern übergeben.

Die Zahlungen sollen demnach zwischen 1998 und 2001 geflossen sein. Laut „Dagens Nyheter“ belief sich eine der höchsten Summen auf 1,4 Milliarden Kronen (140 Millionen Euro). Sie sei auf Bankkonten in Malaysia transferiert worden. Eine andere Zahlung sei über die britische Kanalinsel Jersey nach Polen überwiesen worden.

Laut dem Rundfunksender SR gingen Zahlungen unter anderem an Politiker und hohe Staatsbedienstete in Costa Rica, auch an den früheren Präsidenten Miguel Angel Rodríguez. Sie seien erfolgt, als Ericsson in dem mittelamerikanischen Land um einen großen Vertrag mit dem Staat geworben habe.

Der Sender berief sich in seinem Bericht auf Aussagen von „mehreren früheren Top-Managern“. Sie hätten erläutert, „wie sie sich der aktiven Korruption schuldig gemacht haben, um Verträge in vielen Ländern zu bekommen“. Schon seit 2010 berichten schwedische Medien von Vorwürfen zu systematischer Bestechung durch Ericsson, die das Unternehmen stets zurückwies.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.