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Luxemburg erarbeitet Space-Gesetz

Freitag, 11.11.2016 17:20 von

Mit „Science Fiction“ hat es nichts zu tun: Luxemburg will beim Weltraum-Bergbau die Nase vorn haben. Jetzt hat es ein Gesetz erarbeitet, das Firmen beim Abbau von außerirdischen Bodenschätzen Rechtssicherheit gibt.

Das kleine Luxemburg denkt ganz groß. Es will mit dem Abbau kostbarer Bodenschätze auf Asteroiden zu Europas Top-Weltraumnation werden. Und auch weltweit vorne mitspielen.

Dieser Plan nimmt Formen an: Die Regierung hat jetzt ein Gesetz vorgelegt, das Forschern und Investoren Rechtssicherheit über das Eigentum an Material aus dem Weltall gibt. Es sei das erste derartige Gesetz in Europa: „Wir beanspruchen keine Souveränität über irgendwelche Himmelskörper“, sagte Luxemburgs Wirtschaftsminister Etienne Schneider. Es gehe darum, einen sicheren Rechtsrahmen für Investitionen in künftige Milliardenprojekte zu schaffen.

Wie viele Jahre es dauern könnte, bis wertvolle Materialien von Asteroiden zur Erde gebracht werden können, kümmert Schneider nicht: „Es ist wichtig, diese ganze Forschung und Entwicklung nach Luxemburg zu bekommen.“ Die beiden Hauptakteure auf dem Markt sind schon da: Die US-Unternehmen Deep Space Industries (DSI) und Planetary Resources (PR) haben ihre Europa-Niederlassungen in Luxemburg eröffnet: „Sie stellen schon Personal ein.“ Der luxemburgische Staat ist gerade zum Teilhaber am PR-Mutterhaus in den USA geworden. Und 20 weitere Unternehmen aus aller Welt hätten schon die Fühler ausgestreckt und Interesse bekundet.

Die vom kleinen EU-Staat ins Leben gerufene Initiative „Space Resources“ will Rohstoffe von erdnahen Himmelskörpern – Metalle und Mineralien, aber auch Wasser – abbauen. Sie sollen vor allem im All für die Raumfahrt genutzt werden und eine „neue Weltraumindustrie“ möglich machen. Beispielsweise hofft man, Wasserstoff und Sauerstoff als Treibstoff für Raumfahrzeuge im All gewinnen oder Astronauten mit auf Asteroiden gefundenem Wasser versorgen zu können.

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