Lufthansa streicht am Samstag 137 Flüge

Freitag, 25.11.2016 13:20 von

Wegen des Pilotenstreiks fallen am Samstag weitere 137 Flüge aus. Außerdem gebe es kein festes Enddatum für dem Ausstand, sagt die Piloten-Gewerkschaft, sondern erst wenn ein „verhandlungsfähiges Angebot” vorliege.

Die Lufthansa (Lufthansa Aktie) annulliert wegen des Pilotenstreiks am auch am Samstag Flüge. Insgesamt werden an dem Tag 137 Flüge ausfallen, darunter 88 Interkontinentalverbindungen, teilte die Lufthansa mit. An dem Tag bestreiken die Flugzeugführer ausschließlich die Langstrecke. An den drei bisherigen Streiktagen waren mehr als 315.000 Passagiere von 2618 Flugausfällen betroffen.

Am Freitag erhöhen die Piloten zudem den Druck auf die Lufthansa. Ein Ende des Arbeitskampfes sei nicht absehbar, erklärte der Sprecher der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit, Jörg Handwerg, am Freitag in Frankfurt. „Es gibt kein vorher festgelegtes Enddatum für den Streik“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt.

Erklärtes Streikziel sei es, von der Lufthansa ein verhandlungsfähiges Angebot zu erhalten. Sobald dies vorliege, könne der am Mittwoch begonnene Arbeitskampf beendet werden. Dies sei Konsens unter den Gewerkschaftsmitgliedern. „Die Kollegen erwarten, dass wir die Lufthansa nicht mit Samthandschuhen anfassen.“

Am Freitag fallen wegen des Streiks erneut 830 Lufthansa-Flüge aus. Betroffen seien alle innerdeutschen und Europaflüge mit zusammen mehr als 100.000 Reisenden, teilte Lufthansa mit. Die Langstreckenflüge würden hingegen „nahezu planmäßig“ starten. Vereinzelt könnten aber noch Verbindungen wegen des vorherigen Streiktages ausfallen. Flüge der Billigtöchter Eurowings und Germanwings sowie der Konzerngesellschaften AUA, Swiss, Brussels und Air Dolomiti würden nicht bestreikt.

Die Lufthansa forderte die Piloten zu einer Schlichtung auf. Schon jetzt zahle die Airline ihren Piloten mehr als bei anderen Fluggesellschaften üblich. Das Management sei für mehr als 120.000 Mitarbeiter verantwortlich und wolle den Konzern zukunftsfähig aufstellen, sagte Vorstandsmitglied Harry Hohmeister am Donnerstag.

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