Lufthansa: Noch einmal Glück gehabt!

Freitag, 23.09.2016 13:06

Kommentar von Hermann Pichler

Lieber Leser,

da kam die Lufthansa noch einmal mit einem blauen Auge davon. Der für Donnerstag angekündigte Verdi-Streik für das Bordpersonal der Billigtochter Eurowings fiel weit weniger dramatisch aus als befürchtet. Nur 16 der insgesamt 184 von Düsseldorf startenden Flüge hätten gestrichen werden müssen, teilte ein Eurowings-Sprecher mit. Von dem Ausstand waren etwa 1.100 Passagiere betroffen. Die Dienstleistungsgewerkschaft hatte insgesamt 250 bis 300 Flugbegleiter der Frühschicht ab 5:00 Uhr zum Warnstreik aufgerufen, der Aufforderung folgten allerdings nur 20 Stewards und Stewardessen. Verdi-Streikführerin Hülya Grünefeld sprach dennoch von einem Erfolg. „Viele Kollegen haben zum ersten Mal an einem Arbeitskampf teilgenommen“, sagte sie. Zu den genauen Teilnehmerzahlen konnte sie nichts sagen, allerdings seien zu einer Demonstration in Düsseldorf 30 bis 40 Leute gekommen.

Die Forderungen von Verdi sehen in diesem Tarifstreit für die 460 Crewmitglieder unter anderem eine Gehaltserhöhung und eine Anhebung der Funktions-Zulagen um 7 Prozent vor. Zudem soll es eine Sonderzulage für die Bordleitung in Höhe von 500 Euro geben. Die Laufzeit der tariflichen Regelungen solle 12 Monate betragen. „Die Flugbegleiter bei Eurowings haben seit acht Jahren keine Lohnerhöhung mehr erhalten”, stellte Grünewald klar.

Zu Beginn der kommenden Wochen sollen die Tarifverhandlungen in Düsseldorf fortgesetzt werden und zwar in einer noch nie dagewesenen Konstellation. An dem Tisch wird neben Vertretern der Airline-Führung und Verdi nämlich auch die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo Platz nehmen. Die beiden Arbeitnehmervereinigungen konkurrieren um das Recht, das Bordpersonal bei der Fluglinie vertreten zu dürfen. „Wir wollen mit beiden Arbeitnehmervertretungen den gleichen Tarifvertrag aushandeln“, sagte der Eurowings-Sprecher. Da für Lufthansa-Chef Carsten Spohr das Wachstum der Billiglinie oberste Priorität hat, werden sich die Gehalts-Zugeständnisse wohl in Grenzen halten.

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