Top-Thema

Lufthansa macht Piloten neues Angebot

Freitag, 25.11.2016 17:00 von

Der Streik der Lufthansa-Piloten sorgt vor allem auf Kurz- und Mittelstreckenflügen für Stillstand. Am Samstag sollen 88 Interkontinentalflüge ausfallen. Jetzt soll Lufthansa (Lufthansa Aktie) 4,4 Prozent mehr Gehalt angeboten haben.

Die streikenden Piloten der Lufthansa haben am dritten Tag ihres Ausstands den Druck auf das Unternehmen erhöht. Ein Ende des Arbeitskampfes sei nicht absehbar, sagte der Sprecher der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit, Jörg Handwerg, in Frankfurt. Es gebe kein vorher festgelegtes Enddatum für den Streik.

Die Lufthansa hat ihren streikenden Piloten am Nachmittag daraufhin ein neues Tarifangebot unterbreitet. Es sieht 4,4 Prozent höhere Vergütungen und Neueinstellungen vor, wie das Unternehmen am Freitag in Frankfurt mitteilte.

Damit wird eine erneute Verlängerung des am Mittwoch begonnenen Streiks über den Samstag hinaus zumindest fraglich. Für den vierten Streiktag in Folge sagte die Lufthansa am Mittag 137 Flüge ab, darunter 88 Interkontinentalverbindungen. Betroffen seien am Samstag rund 30.000 Passagiere, so dass sich die Gesamtzahlen für diese 14. Streikrunde der Piloten auf 2755 ausgefallene Flüge mit 345.000 betroffenen Passagieren steigern.

Gleichwohl kann die Lufthansa Group am Samstag 2863 von 3000 geplanten Flügen anbieten. Flüge der Billigtöchter Eurowings und Germanwings sowie der Konzerngesellschaften AUA, Swiss, Brussels und Air Dolomiti werden am Samstag erneut nicht bestreikt.

Erklärtes Streikziel der Piloten sei es, von der Lufthansa ein verhandlungsfähiges Angebot zu erhalten, sagte Handwerg. Sobald dies vorliege, könne der Arbeitskampf beendet werden. Dies sei Konsens unter den Gewerkschaftsmitgliedern. „Die Kollegen erwarten, dass wir die Lufthansa nicht mit Samthandschuhen anfassen.“

Am Freitag fielen wegen des Streiks 830 Lufthansa-Flüge aus. Betroffen seien alle innerdeutschen und Europaflüge mit zusammen mehr als 100.000 Reisenden, teilte Lufthansa mit. Die Langstreckenflüge würden hingegen „nahezu planmäßig“ starten. Vereinzelt könnten aber noch Verbindungen wegen des vorherigen Streiktages ausfallen.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.