Lufthansa: Hier wird jetzt die Dividende vernichtet!

Dienstag, 29.11.2016 05:30

Kommentar von Mark de Groot

Liebe Leser,

wer den Schaden hat, braucht bekanntlich nicht für den Spott zu sorgen. So erging es nun auch dem Lufthansa-Vorstandsvorsitzenden Carsten Spohr – beinahe.

Blamage abgewendet

Denn Spohr hatte am Freitag einen Termin beim Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft in Berlin wahrzunehmen. Dummerweise wird die eigene Fluggesellschaft gerade bestreikt. So buchte Spohrs Büro vorsorglich ein Ticket beim Konkurrenten Air Berlin. In letzter Sekunde konnte der Firmenboss aber noch einen Platz in einer Maschine der Lufthansa-Tochter Eurowings ergattern. Aber da machte die Geschichte schon längst die Runde.

Kampf um die Zukunft des Konzerns

Was witzig klingt, ist in Wahrheit die Folge eines hoch dramatischen Arbeitskampfes, der die Lufthansa in die Krise stürzen könnte. Inzwischen ist nämlich klar, dass der Pilotenstreik diese Woche in die Verlängerung gehen wird. Der Vorstand hatte sein Angebot zwar zum Wochenende erhöht (4,4 % mehr Lohn statt 2,5 %). Doch die Pilotenvereinigung lehnte ab. Sie verlangt nach wie vor 22 % Lohnerhöhung verteilt über fünf Jahre.

Die Auseinandersetzung hat sich längst zu einem Richtungsstreit um die Zukunft der Fluggesellschaft entwickelt. Der Vorstand will auf lange Sicht die Personalkosten senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Mitarbeiter wollen hingegen ihre bereits erworbenen Pfründe verteidigen. Sie fürchten vor allem, dass die Lufthansa mit Neuanstellungen über die Billigtochter Eurowings bestehende Tarifverträge aushebeln könnte.

Vernichtung der Dividende

Beide Tarifparteien stehen sich derzeit so unversöhnlich gegenüber, dass kaum mit einer schnellen Schlichtung zu rechnen ist. Und jeder Streiktag kostet den Konzern geschätzte 20 Mio. Euro. Damit wird aber der Kuchen immer kleiner, den es letztlich zu verteilen gibt – auch für die Aktionäre. Denn was wir momentan beobachten, nenne ich eine aktive Vernichtung der Dividende. Dieses Geld wird fehlen, wenn das Unternehmen Gewinne an die Anleger ausschütten will. Selbst wenn der Konzern sein ursprüngliches Versprechen einhält, geht dies zulasten des Eigenkapitals oder der Verschuldungsquote.

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