Lufthansa: Der Streit will einfach kein Ende nehmen

Montag, 19.09.2016 13:45

Kommentar von Hermann Pichler

Lieber Leser,

nimmt das denn gar kein Ende? Erneut wurden die Sondierungsgespräche zwischen der Pilotgewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und dem Lufthansa-Management abgebrochen. „Trotz aller anderslautenden Bekundungen scheint der Lufthansa-Vorstand kein Interesse an einer Lösung mit seinen Konzerntarifvertrags-Piloten zu haben“, begründete VC-Sprecher Markus Wahl die Einstellung der informellen Gespräche, die seit Anfang des Jahres andauerten. Ziel der jüngsten Verhandlungsrunden sei es gewesen „nachhaltige Arbeitsplatzplatzperspektiven“ für die Cockpit-Crew bei der Kranich-Airline, der Frachttochter Cargo und Germanwings zu erarbeiten.

Der Lufthansa-Vorstand wehrte sich indes gegen die Anschuldigungen. Es sei schlicht nicht nachvollziehbar, dem Konzern einen Tarifwillen abzusprechen. Von Seiten eines Sprechers wurde auf die erfolgreichen Tarifabschlüsse mit dem Boden- und dem Bordpersonal verwiesen. Gleichzeitig wurde Bereitschaft zur Wiederaufnahme der Gespräche signalisiert.

Nach dem Abbruch der Gespräche steigt natürlich wieder einmal die Sorge über mögliche Arbeitsniederlegungen. Seit dem Beginn des Tarifstreits im Frühjahr 2014 kam es insgesamt zu 13 Ausständen seitens der Piloten. Im letzten Herbst hatte sich sogar das hessische Landesarbeitsgericht eingeschaltet und einen Streik für unzulässig erklärt. Der Gewerkschaft wurde vorgeworfen, um Belange zu streiten, die im Rahmen eines Tarifvertrages nicht zu lösen seien. Vor allem ging es hierbei um die Gehälter des Flugpersonals bei der Billigtochter Eurowings. Die Gewerkschaft wollte auch für sie die lukrativeren Tarifverträge des Mutterkonzerns durchsetzen. Zudem wird um Regelungen zur Frühpensionierung gestritten.

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