Lira fällt auf Rekordtief

Donnerstag, 13.10.2016 14:40 von

Die türkische Lira ist am Donnerstag auf ein neues Rekordtief gefallen. Die Pläne des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, das Land in eine Präsidialrepublik umzuwandeln, haben die Börsianer verunsichert.

Politische Unsicherheiten in der Türkei bringen die Währung des Landes unter Druck. Die türkische Lira fiel am Donnerstag zum Dollar (Dollarkurs) um 0,9 Prozent auf ein Rekordtief von 3,11 Lira. Auslöser für den Kursrutsch waren Börsianer zufolge die neuen Pläne der türkischen Regierung, das Land in eine Präsidialrepublik umzuwandeln. Präsident Recep Tayyip Erdogan soll dadurch weitreichende exekutive Vollmachten erhalten. "Das Risiko, dass Erdogan diese Agenda mit aller Macht verfolgt, kommt negativ an", sagte Analystin Roxana Hulea von Societe Generale.

Ausländische Investoren dürften wegen der sich abzeichnenden höheren Machtkonzentration skeptisch sein und eine höhere Risikoprämie veranschlagen, schrieben die Devisenexperten der Commerzbank (Commerzbank Aktie). Sie rechnen mit weiteren Einbußen der Währung und sehen den Kurs am Jahresende bei 3,20 Lira zum Dollar.

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hatte am Mittwoch verkündet, für die bereits "faktisch vorhandene Situation" eine juristische Grundlage schaffen zu wollen. Die Regierung werde sofort entsprechende Schritte in diese Richtung unternehmen und entweder das Parlament oder das Volk entscheiden lassen. Erdogan versucht schon seit längerem, die Machstellung des bislang eher repräsentativen Staatsoberhaupt zu vergrößern.

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