Lieferando-Mutter will 350 Millionen Euro einnehmen

Montag, 19.09.2016 17:40 von

Beim Lieferando-Börsengang will die Muttergesellschaft 350 Millionen Euro einnehmen. Geplant ist, neue Aktien auszugeben und bestehende Papiere zu verkaufen. Die Firma würde mehr als eine Milliarde Euro wert sein.

Das Mutterunternehmen des Bestellportals Lieferando will beim geplanten Börsengang 350 Millionen Euro einnehmen. Für die Anteilsscheine sei eine Preisspanne zwischen 20,50 und 26,50 Euro festgelegt worden, teilte Takeaway.com am Montag in Amsterdam mit.

Vorgesehen ist demnach die Ausgabe neuer Aktien und der Verkauf bereits bestehender Papiere. Mit dem Börsengang würde das Unternehmen mit bis zu 1,12 Milliarden Euro bewertet. Der Ausgabepreis soll am 29. September feststehen.

Lieferando ist ein Portal, auf dem sich Kunden im Internet Essen bestellen können. Die Lieferung selbst erledigen die angeschlossenen Restaurants. Mit dem Börsengang kommt Takeaway.com dem Rivalen Delivery Hero zuvor, an dem die Berliner Unternehmensschmiede Rocket Internet beteiligt ist. Delivery Hero hat zwar bereits Investmentbanken mit dem Börsengang beauftragt. Dieser dürfte aber Insidern zufolge nicht mehr in diesem Jahr über die Bühne gehen.

Ansonsten gehen sich Takeaway.com und Delivery Hero in vielen Ländern aus dem Weg, um einen ruinösen Konkurrenzkampf zu vermeiden. So verkaufte die bereits an der Börse notierte britische Firma Just Eat ihr Geschäft in Belgien und den Niederlanden an Takeaway.com – und die Lieferando-Mutter stieg im Gegenzug im Sommer aus dem Markt in Großbritannien aus.

Takeaway.com hatte die Aktienplatzierung in Amsterdam Anfang September angekündigt. Das Unternehmen hatte demnach Mitte des Jahres 7,6 Millionen Kunden und steigerte den Halbjahres-Umsatz um gut 42 Prozent auf rund 50,5 Millionen Euro. Zugleich blieb Takeaway.com in den roten Zahlen mit einem Verlust von 11,5 Millionen Euro nach einem Minus von rund 12 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

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