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Leoni rutscht in Verlustzone

Mittwoch, 16.11.2016 10:40 von

Nach einem Millionenbetrug im eigenen Haus macht der Autozulieferer Leoni (Leoni Aktie) Verluste. Ergebnisse einer externen Untersuchung lassen auf sich warten, dazu kommen hohe Kosten für die Sanierung des Autogeschäfts.

Ein Millionenbetrug im eigenen Haus hat den Autozulieferer Leoni im dritten Quartal in die roten Zahlen gerissen. Vor Zinsen und Steuern fiel ein Verlust von 12,7 Millionen Euro an, wie der Kabel- und Bordnetz-Hersteller am Mittwoch mitteilte. Vor Jahresfrist stand noch ein Gewinn von 29,8 Millionen Euro zu Buche. Betrüger hatten die Nürnberger mit gefälschten Dokumenten und Identitäten um 40 Millionen Euro erleichtert. Der Konzern will Schadenersatzansprüche geltend machen; es sei nicht zu erwarten, dass sich dies noch im laufenden Jahr klären lasse, hieß es in der Mitteilung weiter. Die internen Untersuchungen seien weit fortgeschritten, die externen Ermittlungen liefen noch.

Nachdem im August der Betrugsfall bekannt geworden war, hatte der Zulieferer im September seine Jahresprognose gesenkt. Erwartet wird ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund 65 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten brach der Betriebsgewinn um mehr als die Hälfte ein auf 49,2 Millionen. Hohe Kosten für die Sanierung des Autogeschäfts lasten weiter auf dem Betriebsgewinn. Der Umsatz ging von Januar bis Ende September um zwei Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zurück, weil negative Rohstoff- und Währungseffekte den kleinen Zuwachs im Geschäft mit Kabeln und Bordnetzen wieder aufzehrten. Im Gesamtjahr will Leoni Erlöse in Höhe von 4,4 Milliarden Euro erzielen.

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