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Lafontaine zweifelt an Zurechnungsfähigkeit der Grünen

Donnerstag, 20.10.2016 11:40 von

Als große Hürde in der Debatte um einen rot-rot-grünen Regierungswechsel gelten die außenpolitischen Positionen der Linken. Nun dreht Linken-Vordenker Lafontaine den Spieß um und zerpflückt die Außenpolitik der Grünen.

Mit scharfen Angriffen auf führende Grünen-Politiker hat sich Oskar Lafontaine in die Debatte ein mögliches rot-rot-grünes Bündnis nach der Bundestagswahl eingeschaltet. Auf seiner Facebook-Seite sprach er der Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, und dem Parteivorsitzenden Cem Özdemir jegliche außenpolitische Kompetenz ab.

Die Attacke des saarländischen Linksfraktionschefs kommt in einer Phase, wo Vertreter von SPD, Linken und Grünen sich erst am Dienstagabend in Berlin getroffen hatten, um Gemeinsamkeiten für ein mögliches Regierungsbündnis auszuloten. An den Beratungen nahmen rund 90 Bundestagsabgeordnete und Funktionäre teil, darunter – und das galt als Überraschung – zeitweise auch SPD-Chef Sigmar Gabriel. Zwischen den Parteien gibt es aber noch große Differenzen, insbesondere in der Außenpolitik.Lafontaine erklärt Göring-Eckardt und Özdemir zu „Hasardeuren“, weil sie sich für eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland und eine Flugverbotszone in Syrien stark gemacht hätten. „Die Forderung nach einer Flugverbotszone ist abenteuerlich, birgt sie doch das Risiko in sich, dass die beiden atomaren Supermächte aneinandergeraten“, stellt Lafontaine fest und fügt spöttelnd hinzu: „So viel Leichtsinn hätte man den grünen Freunden der „humanitären Intervention“ nicht zugetraut.“

Kritisch sieht der Linken-Vordenker auch, dass Göring-Eckardt „schon mal über Bodentruppen in Syrien schwadronierte“ und Özdemir kürzlich im Interview mit „Spiegel Online“ erklärte hatte: „Ich finde es nach wie vor falsch, dass sich Deutschland bei der Libyen-Intervention enthalten hat.“

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