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Kursexplosion dank Großfusion

Montag, 03.10.2016 16:20 von

Der Zwang zur Größe erfasst die Vermögensverwaltung: Die Fondshäuser Janus und Henderson gehen zusammen. Geringere Kosten sollen den Druck auf die Rendite dämpfen und den Gewinn erhöhen. Die Anleger freut es.

Eine große Fusion unter Vermögensverwaltern bahnt sich an: Die britisch-australische Henderson Group kauft die US-amerikanische Janus Capital Group. Das gaben die beiden börsennotierten Asset-Manager am Wochenende bekannt. Die Henderson-Aktionäre werden 57 Prozent an der neuen Gesellschaft halten. Unter dem Namen Janus Henderson Global Investors kommt die Gesellschaft auf ein verwaltetes Vermögen umgerechnet rund 285 Milliarden Euro.

Der Deal soll das verwaltete Vermögen steigern und die Einnahmen erhöhen. Vorteile sehen die Konzernchefs in den Ergänzungen: Henderson hat seine Kunden vor allem in Großbritannien und Europa, Janus in den USA. Die unterschiedlichen regionalen Schwerpunkte bei den Investorenkunden spiegeln sich in den jeweiligen verwalteten Vermögen wider. Mehr als die Hälfte des Kapitals der Janus-Anleger steckt in US-Aktien. Bei Henderson dagegen entfällt knapp die Hälfte des Vermögens auf globale und europäische Aktien. Weitere wichtige Vermögensformen für beide Adressen sind Anleihen und alternative Investments.

Henderson-Chef Andrew Formica hatte in einem Interview auf steigenden Druck auf Kosten und Margen durch die wachsende Popularität preiswerter Indexfonds hingewiesen. „Die Anbieter müssen globaler agieren und größer werden“, sagte er. Unabhängige Experten teilen diese Einschätzung. Etwa Uwe Rieken, Leiter der Asset-Management-Beratungsfirma Faros Consulting. „Es klingt plausibel, unterschiedliche Absatzmärkte und unterschiedliche Produktgruppen zusammenzuführen, um beim verwalteten Kapital zuzulegen“, sagt Rieken.

Beide Asset-Manager kamen im vergangenen Jahr auf Einnahmen von zusammen 2,2 Milliarden Dollar. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wird auf 700 Millionen Dollar (Dollarkurs) beziffert. Den Aktionären wollen die Firmen die Fusion mit Kosteneinsparungen von mindestens 110 Millionen Dollar jährlich schmackhaft machen. Diese Einsparungen sollen den Gewinn steigern.

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