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Kreise: Tata könnte bei ThyssenKrupp-Stahlfusion hohe Abschreibung vermeiden

Montag, 07.11.2016 17:39 von

MUMBAI (dpa-AFX) - Der indische Konzern Tata könnte bei einer möglichen Fusion seines europäischen Stahlgeschäfts mit demjenigen von ThyssenKrupp (ThyssenKrupp Aktie) offenbar um hohe Abschreibungen in diesem Segment herumkommen. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf eine Person, die nicht näher genannt werden wollte. Bei Tata war Ende Oktober nach dem überraschenden Rauswurf des Vorstandschef Cyrus Mistry eine Schlammschlacht ausgebrochen.

Bloomberg-Informationen zufolge fühlt Mistry sich zu Unrecht vor die Tür gesetzt und warnte in einer Mail an den Verwaltungsrat vor immens hohen Abschreibungen. So sollen in fünf verlustreichen Sparten Abschreibungen über umgerechnet gut 16 Milliarden Euro (1,18 Billionen Rupien) drohen. Er zählte in der Mail, die Bloomberg vorliegt, neben Energieaktivitäten und dem Hotel- sowie Telekomgeschäft auch die Stahlsparte zu den Problemsparten.

Tata hatte 2007 den zweitgrößten europäischen Stahlhersteller Corus übernommen. Danach kamen Finanz- und Wirtschaftskrise, von der sich die Branche in Europa bis heute nicht erholt hat. Zuletzt sprach Tata mit dem deutschen Konkurrenten Thyssenkrupp über einen Zusammenschluss der europäischen Stahlwerke, allerdings wurden jüngst kaum noch Fortschritte bekannt.

Einige Analysten sehen durch das Chaos an der Tata-Spitze den gesamten Zusammenschluss in Gefahr. Zu den aktuellen Bloomberg-Informationen wollten sich weder Tata noch Mistry äußern. Auch ThyssenKrupp hielt sich mit einem Kommentar über interne Angelegenheiten Tatas zurück./zb/she