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Kostendruck und Personalmangel im Gesundheitswesen nehmen zu

Mittwoch, 21.09.2016 11:00 von

Immer mehr Ärzte berichten, dass sie aufgrund des Kostendrucks auf notwendige Behandlungen verzichten oder diese verschieben. Zugleich haben Ärzte und Krankenhäuser zunehmend Probleme, geeignetes Personal zu finden.

Ärzte und Patienten sehen die Gesundheitsversorgung in Deutschland weit überwiegend positiv. 93 Prozent der Ärzte und 82 Prozent der Bevölkerung beurteilen sie aktuell als gut oder sogar sehr gut. Aber die Situation verschlechtert sich und die Zukunftsaussichten sind zunehmend trübe. Vor allem der zunehmende Kostendruck und ein generell zu beobachtender Personalmangel sorgen bei Ärzten und Patienten für eine schlechte Prognose. Das belegt eine repräsentative Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Finanzdienstleisters MLP (MLP Aktie). Für die Studie wurden 1920 Bürger sowie mehr als 500 Ärzte in Deutschland befragt.

Der bereits neunte „MLP Gesundheitsreport“ wurde heute in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Und da mittlerweile aussagekräftige Zeitreihen in den Umfrageergebnissen vorhanden sind, zeigt sich in vielen Bereichen eine klare Tendenz – manchmal zum Guten, häufiger zum Schlechten. Dass etwa erstmals seit Beginn der Studienreihe mit einem Anteil von 40 Prozent mehr Bürger einen guten Eindruck von der Gesundheitspolitik haben, und nur noch 62 Prozent der Ärzte der Gesundheitspolitik ein schlechtes Zeugnis ausstellen, muss als positive Tendenz gewertet werden. Dabei dürfte die abnehmende Unzufriedenheit der Tatsache geschuldet sein, dass die Leistungen der Krankenversicherer in jüngster Zeit deutlich ausgedehnt wurden und in den nächsten Jahren zusätzliche Milliarden in die Gesundheitsversorgung fließen sollen.

Auch der Anteil der Ärzte, die ihre Therapiefreiheit - also die freie Wahl geeigneter Behandlungen - trotz schwieriger Rahmenbedingungen nicht gefährdet sehen, ist mit 35 Prozent deutlich höher als vor zwei Jahren, als nur 22 Prozent so zuversichtlich waren.

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