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KORREKTUR/Bericht an den Club of Rome: Schluss mit dem 'unendlichen Konsum'

Dienstag, 13.09.2016 15:04 von

(Berichtigung: Im vierten Absatz, erstes Satz wurde das Wort ist durch war ersetzt. Randers ist heute nicht mehr Vize-Generaldirektor des WWF.)

BERLIN (dpa-AFX) - Mit einem Vorschlag für einen radikalen Umbau der Volkswirtschaften haben sich zwei der einflussreichsten Zukunftsforscher der vergangenen Jahrzehnte zurückgemeldet. Der neue Bericht an den Club of Rome, den Jorgen Randers und Graeme Maxton am Dienstag in Berlin vorstellten, trägt den Titel "Ein Prozent ist genug. Mit wenig Wachstum soziale Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und Klimawandel bekämpfen".

Die Autoren schlagen darin eine schrittweise Anhebung der Erbschaftsteuer auf bis zu 100 Prozent, die Zahlung einer Prämie für Kinderlosigkeit und eine Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre vor. Zu den von Randers und Maxton favorisierten Maßnahmen gehört auch die Erhebung höherer Steuern auf ungesunde Produkte und fossile Brennstoffe. Sie fordern eine Abkehr vom Freihandel, vom "unendlichen Konsum" und von der "marktradikalen Ideologie".

Die Präsidenten des Club of Rome, Ernst Ulrich von Weizsäcker und Anders Wijkman, sehen in dem Bericht "eine Vielzahl guter Ansätze". Sie warnen: "Viel Zeit bleibt unserer Welt nicht mehr, um ihre Hochgeschwindigkeitsfahrt zu beenden!...Die Mauer kommt näher..."

Randers war Vize-Generaldirektor der Naturschutzorganisation WWF International und einer der Autoren des Bestsellers "Die Grenzen des Wachstums" von 1972. Maxton ist Generalsekretär des Club of Rome, der sich für eine nachhaltige Entwicklung und den Schutz des Planeten einsetzt./abc/DP/stb