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Kontron: Das sollte für S&T Warnung genug sein

Montag, 17.10.2016 06:00

Kommentar von Mark de Groot

Liebe Leser,

der Einstieg des Systemhauses S&T bei Kontron hat Folgen. Die Investoren Warburg Pincus und Triton ziehen sich beim Spezialisten für eingebettete Halbleiterlösungen zurück.

S&T zahlt die Investoren aus

Der TecDAX-Neuling S&T aus Österreich wird sich mit 29,9 % beim schwächelnden Elektronikunternehmen Kontron einkaufen. Die Österreicher werden diesen Deal finanzieren, indem sie eine Kapitalerhöhung durchführen. Eine Tochter des taiwanesischen Apple-Zulieferers Foxconn erwirbt zunächst 10 % an S&T und will diesen Anteil sukzessive ausbauen.

S&T will bewusst unter der Schwelle von 30 % bleiben, um den Kontron-Aktionären kein offizielles Übernahmeangebot vorlegen zu müssen. Das Aktienpaket erhält man stattdessen von Warburg Pincus und Triton. Beide Investoren werden mit einem dicken Verlust bei Kontron aussteigen. Denn das Unternehmen hat in den letzten Jahren kräftig an Wert eingebüßt.

Das sollte Warnung genug sein

Triton hatte 2012 etwa 5 Euro je Aktie gezahlt. Warburg Pincus war noch früher eingestiegen (2009) und musste seinerzeit 7,88 Euro je Aktie investieren. Kontron notiert aktuell gerade einmal bei 3,20 Euro (Stand 14.10.16).

Beide Investoren hatten das Unternehmen zuvor zu einem harten Sanierungskurs gedrängt. Offensichtlich haben sie die Hoffnung auf eine baldige Besserung aufgegeben und lieber die Verluste in Kauf genommen. Dies sollte allen S&T-Aktionäre Warnung genug sein, den Zukauf nicht über Gebühr zu feiern. Es kommt vielleicht noch einiges an Arbeit auf das Management zu.

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