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Konto, wechsle dich!

Montag, 12.09.2016 14:20 von

Der Name ist sperrig („Zahlungskontengesetz“), doch der Effekt soll großartig sein. Banken sind jetzt verpflichtet, beim Kontowechsel zur Konkurrenz zu helfen. Doch völlig digital ist der Prozess nicht immer möglich.

Die Dauerniedrigzinsen haben zu einem Umdenken bei vielen Banken geführt. Sie suchen neue Ertragsquellen und haben dabei die Gebühren entdeckt. Fast jede Bank ist dabei, ihre Gebührenpolitik zu überdenken. Für ein kostenloses Girokonto hat beispielsweise die Postbank die Hürden kürzlich kräftig angehoben. Mit dem Zahlungskontengesetz erleichtert die Bundesregierung den Wechsel der Bank, es tritt am 16. September in Kraft.

Das gemeinnützige Verbraucherportal für Finanzen, Finanztip, hat nachgeforscht, wie Banken das Gesetz konkret umsetzen wollen. In Zeitverzug gerät offenbar niemand. Finanztip-Geschäftsführer Hermann-Josef Tenhagen ermuntert Verbraucher, bei ihren Banken genauer hinzuschauen. „In vielen Fällen können Schätze gehoben werden“, so Tenhagen.

Einige Banken verlangen für ihre Girokontendienste mehr als 200 Euro im Jahr, weiß Finanztip-Bankenexpertin Josefine Lietzau zu berichten. Dagegen würden einige Online-Banken Girokonten fast kostenlos anbieten. Laut Bundesbank gibt es in Deutschland fast 102 Millionen Girokonten (Stand 2014), mehr als die Hälfte, rund 56 Millionen sind davon reine Online-Konten.

Aber viele Bundesbürger sind duldsam. Die Bankverbindung zu wechseln, ist mit vielen Unannehmlichkeiten verbunden. Häufig hängen noch Sparkonten, Kredite und eine Kreditkarte dran. Da überlegt man sich schon einen Wechsel. Eine frühere Umfrage des Digitalverbandes Bitkom ergab, dass im Schnitt knapp ein Viertel der Bundesbürger ihre Bankverbindung schon mal gewechselt haben.

Im Zuge steigender Gebühren dürfte die Wechselbereitschaft steigen. So gehen 86 Prozent der von Finanztip befragten Banken von einem moderaten Anstieg Wechselwilliger aus. Alle Angaben von Finanztip berufen auf einer Umfrage unter 27 Banken.42 wurden angeschrieben, 15 reagierten nicht. Die 27 Banken repräsentieren 18 Millionen Girokonten.

Digitale Wechselhilfen

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