Komplizierte Reparatur bei ATU

Montag, 24.10.2016 14:40 von

In Deutschland müssen 45 Millionen Autos regelmäßig gewartet und immer wieder repariert werden. Das Werkstattgeschäft brummt. Aber ATU stöhnt - die Kette hat sich enorme Mietlasten aufgebürdet. Damit soll Schluss sein.

In den 38.000 deutschen Kfz-Werkstätten herrscht jetzt Hochsaison. Millionen Autofahrer lassen Winterreifen aufziehen oder nutzen die Aktion Lichttest, um defekte Lampen kostenlos austauschen zu lassen. Und auch generell läuft es im Kfz-Gewerbe derzeit bestens. Ob das auch für das langjährige Sorgenkind, die Werkstattkette ATU, gilt, wird sich erst in den nächsten Wochen herausstellen.

Mehr als 45 Millionen Autos sind auf deutschen Straßen unterwegs, im Durchschnitt sind sie älter als neun Jahre. Da sind vermehrt Wartung und Reparaturen fällig. Im zweiten Quartal waren mehr als 93 Prozent der Werkstätten zumindest zufrieden mit dem Geschäft, die meisten waren besser ausgelastet als saisonüblich. Der Geschäftsklimaindex für die aktuelle Lage im Kfz-Gewerbe stieg nach Angaben seines Zentralverbandes (ZDK) „auf den höchsten bisher gemessenen Stand“.

Hohe Mieten werden für ATU zum Problem

Knapp die Hälfte der Werkstätten ist bei den Autoherstellern unter Vertrag, rund 21.000 sind freie Werkstätten. Dazu zählen auch Ketten wie Bosch Car Service, 1a Autoservice, Vergölst - oder ATU in Weiden in der Oberpfalz.

Mit einer Milliarde Euro Jahresumsatz, 10.000 Mitarbeitern und 600 Werkstätten in Deutschland, Österreich und der Schweiz gehört ATU auch nach einer Schrumpfkur immer noch zu den Großen der Branche. Aber das Unternehmen verdient kein Geld.

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