Kommt nach Dieselgate ein Reifengate?

Mittwoch, 02.11.2016 17:20 von

Die EU will verhindern, dass Autobauer bei der Sicherheit so tricksen wie bei den Abgasen – es also große Unterschiede zwischen Prüfstand und Straße gibt. Neue Regeln sollen ein Problem bei Reifen lösen.

Es war eine schier unglaubliche Geschichte, die der Manager eines Autozulieferers dem damaligen EU-Industriekommissar Antonio Tajani am 4. Juli 2012 präsentierte: Mehrere Autokonzerne, behauptete er, würden Millionen Menschen in Lebensgefahr bringen, indem sie Reifendruckmesssysteme in ihre Autos einbauten, die zwar durch die Zulassungstests kämen, im Alltag aber nicht funktionierten.

Die Systeme sollen den Fahrer informieren, wenn ein Reifen zu wenig Luft hat. So sollen Unfälle verhindert werden. Ob der Manager dem EU-Kommissar die Namen von Autobauern verraten hat, die seiner Meinung nach tricksen, ist nicht überliefert. Problematisch, sagte er aber, seien indirekte Messsysteme, wie sie in Autos des Volkswagen-Konzerns (VW, Audi, Škoda, Seat), aber auch bei Fiat, Peugeot (Peugeot Aktie), Honda, Mazda und Citroën eingesetzt werden.

Gut eine Stunde dauerte die Unterredung mit Tajani damals. Später schrieb er an die EU-Verkehrsminister, dass die Autobauer besser überwacht werden sollten.

Gremien der Vereinten Nationen (UN) und der EU haben sich das Thema Reifendruck inzwischen vorgeknöpft. Das sei, so die EU-Kommission, wichtig, damit die Leistungsanforderungen an Systeme, die den Reifendruck überwachen, nicht nur erfüllt werden, „wenn das Fahrzeug getestet wird (...) sondern (...) auch dann, wenn das Auto auf der Straße benutzt wird“. Das erinnert an den Dieselskandal – wo Autos mit Tricks zwar Abgastests der Behörden bestanden, im Alltag aber mehr Schadstoffe in die Luft bliesen.

Autokonzerne müssten auf eine bessere Technik umsteigen

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.