K+S: Positive Aussichten? - Kolumne Nicolai Tietze

Freitag, 13.01.2017 08:59 von

Classification: Public

K+S: Positive Aussichten?

 

Mit einem beeindruckenden Schlussspurt hat die K+S-Aktie die 2016er-Jahresperformance ein wenig freundlicher gestaltet, nachdem der MDAX-Wert zwischendurch deutliche Kursverluste zu verzeichnen hatte. Auf Gesamtjahressicht blieb trotzdem ein knappes Minus. Wesentlich besser soll es dagegen in 2017 laufen. Zumal der Kasseler Salz- und Düngemittelhersteller viel von seinem Legacy-Projekt erwartet.

 

Ende August 2016 wurde die Inbetriebnahme der Anlagen offiziell gestartet. Bei der Bekanntgabe der jüngsten Quartalsergebnisse am 10. November 2016 stellte das Management die Produktion der ersten Tonne Kali für das zweite Quartal 2017 in Aussicht. K+S geht weiterhin davon aus, die angestrebte Produktionskapazität von zwei Millionen Tonnen Ende 2017 erreichen zu können. Allerdings sorgt die Beseitigung des Schadens an einem Prozessbehälter dafür, dass das Budget von 4,1 Mrd. kanadischen Dollar moderat überschritten wird. Vor dem Hintergrund einer vorteilhaften Währungsentwicklung (insbesondere hinsichtlich des kanadischen Dollars gegenüber dem Euro) dürfte das in 2013 geplante Euro-Budget in Höhe von rund 3,1 Mrd. Euro jedoch laut Unternehmenseinschätzung weiterhin Bestand haben.

 

Mit der Kali-Produktion auf verschiedenen Kontinenten dürfte K+S für die erwarteten Nachfragesteigerungen gut vorbereitet sein. Dabei wird das Management nicht müde herauszustellen, dass das weltweite Bevölkerungswachstum langfristig für einen höheren Bedarf an Lebensmitteln und damit auch für gute Geschäfte in der Düngemittelbranche sorgen sollte. Im Gegensatz dazu sieht die kurzfristige Betrachtung weniger rosig aus:

 

2016 machten K+S die niedrigeren Preise im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sowie die andauernden Produktionseinschränkungen am Werk Werra zu schaffen. Allerdings hatten sich die Kaliumchloridpreise zum Jahresende stabilisiert und damit den Kurs der K+S-Aktie beflügelt. Aufgrund der nach wie vor intakten mittel- bis langfristigen Wachstumstrends sieht das K+S-Management die derzeitige Abschwächung im Kalimarkt ohnehin nicht als nachhaltig an.

 

Darüber hinaus hat das Unternehmen ein weiteres Stück Planungssicherheit hinzugewonnen. Am 23. Dezember 2016 gab K+S bekannt, dass das Regierungspräsidium Kassel die Fortführung der Versenkung von Salzabwässern aus der Kaliproduktion des Werkes Werra genehmigt hat. Die wasserrechtliche Erlaubnis gilt vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2021 und ermöglicht eine jährliche Versenkmenge von 1,5 Millionen Kubikmetern, heißt es.

 

Daneben geht man bei K+S auch neue Wege, um für Wachstum zu sorgen. Am 19. Dezember wurde der Kauf eines Anteils in Höhe von 30 Prozent am Düngemittelproduzenten Al-Biariq for Fertilizer Plant Co., Ltd (Al-Biariq) aus Saudi-Arabien vermeldet. Mit diesem Zukauf will K+S am Wachstum in Nahost, Afrika und Südasien, insbesondere im Segment der Fertigation (= Einsatz von Düngemitteln in Bewässerungssystemen), teilhaben. Ein weiterer Grund, warum K+S trotz der derzeitigen Marktschwäche an seinen mittelfristigen Zielen festhält. Für 2020 wird ein Konzern-EBITDA von rund 1,6 Mrd. Euro angepeilt.

 

Stand: 12.01.2017

 

© Deutsche Bank AG 2017
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.

Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.

 

Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.

 

 

---
Die Europäische Kommission hat unter http://ec.europa.eu/consumers/odr/ eine Europäische Online-Streitbeilegungsplattform (OS-Plattform) errichtet. Die OS-Plattform kann ein Verbraucher für die außergerichtliche Beilegung einer Streitigkeit aus Online-Verträgen mit einem in der EU niedergelassenen Unternehmen nutzen.

Informationen (einschließlich Pflichtangaben) zu einzelnen, innerhalb der EU tätigen Gesellschaften und Zweigniederlassungen des Konzerns Deutsche Bank finden Sie unter https://www.deutsche-bank.de/Pflichtangaben. Diese E-Mail enthält vertrauliche und/ oder rechtlich geschützte Informationen. Wenn Sie nicht der richtige Adressat sind oder diese E-Mail irrtümlich erhalten haben, informieren Sie bitte sofort den Absender und vernichten Sie diese E-Mail. Das unerlaubte Kopieren sowie die unbefugte Weitergabe dieser E-Mail ist nicht gestattet.

The European Commission has established a European online dispute resolution platform (OS platform) under http://ec.europa.eu/consumers/odr/. The OS platform can be used by a consumer for the extra-judicial settlement of a dispute of online contracts with a provider established in the EU companies.

Please refer to https://www.db.com/disclosures for information (including mandatory corporate particulars) on selected Deutsche Bank branches and group companies registered or incorporated in the European Union. This e-mail may contain confidential and/or privileged information. If you are not the intended recipient (or have received this e-mail in error) please notify the sender immediately and delete this e-mail. Any unauthorized copying, disclosure or distribution of the material in this e-mail is strictly forbidden.

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Verantwortlich für den Inhalt ist allein der jeweilige Autor.

Über den Autor

RSS-Feed
In seiner Funktion als Zertifikateexperte der Deutschen Asset & Wealth Management ist er mitverantwortlich für die Produktpalette von Hebelprodukten und Zertifikaten. Außerdem schreibt er Kolumnen für verschiedene Finanzportale und ist ein begehrter Interviewpartner der Fernsehsender. Nach einer Banklehre und einem Betriebswirtschaftsstudium an der ESB Business School in Reutlingen und London startete Nicolai Tietze seine berufliche Laufbahn 2002 bei der Deutschen Bank als Aktienhändler.