IWS in Schottland: Ein Milliarden Dollar Projekt zur Erreichung der CO2-Ziele bis 2020

Montag, 17.10.2016 11:50 von


Am vergangenen Freitag verkündete das GreenTech-Unternehmen International Wastewater Systems Inc. (“IWS”) eine startegische Allianz mit Scottish Water Horizons Ltd. bzw. dem landesweiten Wasserversorger, der zu 100% im Besitz der schottischen Regierung ist.

Ebenfalls am Freitag wurde IWS von Schottlands Tageszeitung The Herald als "ein kanadischer Gigant" ("a Canadian renewables giant") bezeichnet. In Anbetracht der aktuellen Marktkapitalisierung von $44 Mio. CAD ist IWS (noch) nicht wirklich ein "Gigant", doch schauen wir uns an dieser Stelle das Marktpotential an, da Scottish Water Horizons geschätzt hat, dass bis zu 750 SHARC-Systeme von IWS installiert werden müssen, damit Schottland ihre CO2-Ziele bis 2020 erreicht.  

Ein SHARC-System wurde bereits erfolgreich am Borders College in Schottland installiert – zu Kosten von schätzungsweise $1,7 Mio. CAD. Wenn 750 solcher Systeme in Schottland während den nächsten 4 Jahren installiert werden, so beläuft sich das Marktpotential für IWS auf $1,3 Mrd. CAD. Diese Zahl beinhaltet keine möglichen Einnahmenbeteilungen und Cashflow-Verteilungen zwischen IWS und Scottish Water aus den Wärme- und Energieverkaufsverträgen, die typisch für solche Projekte sind, die 20 Jahre und länger laufen. Das Projekt am Borders College verfügt ebenfalls über einen Einnahmenbeteiligungsvertrag, mit dem sich IWS einen Anteil an den Einnahmen aus den Energieverkäufen während der gesamten Projektlebenszeit erarbeiten kann.

Die IWS-Pressemitteilung vom Freitag enthüllte, dass Scottish Water Horizons und IWS bereits seit mehr als 2 Jahren zusammenarbeiten – mit dem Ergebnis, dass eine "Pipeline" an Projekten identifiziert worden ist, die einen Wert von £20 Mio. GBP ($32,4 Mio. CAD) hat. Daraus wird klar, dass Scottish Water Horizons und IWS bereits dabei sind, ihr ambitioniertes Ziel von 750 SHARC-Systemen zu realisieren; womit dies kein "Blue Sky"-Ziel ist. 

IWS mag ein Unternehmen sein, dass sich in der Wachstumsphase befindet, jedoch führt es bereits ein >$1 Mrd. CAD Mandat mit dem grossen und finanzstarken Wasserversorger Scottish Water aus. Und Schottland ist nur ein einziger Markt, der zudem mit 5,3 Mio. Einwohnern relativ klein ist, wenn man das globale Potential für die IWS-Technologie betrachtet. 

Ende August verkündete IWS über ein $80 Mio. CAD Joint Venture mit RENEW Energy Partners LLC, ein sauberer Energie-Entwickler und -Finanzierer aus den USA, der die Kosten für 1.000PIRANHA-Systeme von IWS finanziert, die in Kalifornien installiert werden. Somit kostet eine einzige PIRANHA-Systeminstallation im Schnitt etwa $80.000 CAD. 

PIRANHA ist ein kleines, in sich geschlossenes Wasserheizsystem mit einer Kapazität von bis zu 100 kW, das als einfach zu installierendes "Plug & Play"-System für kommerzielle und 50-200 Wohneinheiten entwickelt wurde. 

SHARC ist ein grosses, individuell angepasstes Wasserheiz- und Klimaanlagensystem mit einer Kapazität zwischen 440 und 880 kW, das für distriktgrosse Heiznetzwerke mit mehreren SHARCs erweitert werden kann. SHARC-Installationen sind individuell konzipierte und für industrielle, kommerzielle und >200 Wohneinheiten gebaute Systeme. Daher ist der Preis für ein einziges SHARC-System viel höher als für ein PIRANHA; vor allem auch deswegen, da ein SHARC ingenieurstechnisch vor Ort angepasst wird. Ein PIRANHA-Modul kann in einem Kontainer verschickt und einfach vor Ort ohne grosse Ingenieursarbeiten installiert werden. 

Bundes- und Landeszuschüsse i.H.v. $1,3 Mio. USD ($1,7 Mio. CAD) wurden verfügbar gemacht, um ein einziges SHARC-System in der Wasseraufbereitungsanlage Camden Municipal Wastewater Treatment Plant in New Jersey (USA) zu installieren: 

Susan Rice, Vorsitzende von Scottish Water, gab das folgende Statement im Annual Report & Accounts 2015/2016:

"2015/16 starteten wir auch ein 6-jähriges, £3,5 Milliarden Investmentprogramm, mit dem wir weitere Verbesserungen für Wasser- und Abwasserinfrastruktur in ganz Schottland sehen werden, einschliesslich Verbesserung der Wasserqualität und der Umwelt sowie Unterstützung des Arbeitsmarktes in der schottischen Wirtschaft."

Rockstone freut sich auf die Veröffentlichung von weiteren Informationen und Details aus der Allianz zwischen IWS und Scottish Water Horizons, während sie weiterhin eine Milliarden Dollar Opportunität in Schottland während den nächsten Jahren realisieren, womit IWS tatsächlich zu einem "Giganten" wird. 

Der vollständige Report vom Freitag, den 14. Oktober 2016 "Strategische Regierungsallianz zur Installation von bis zu 750 IWS-Systemen damit Schottland ihre CO2-Ziele bis 2020 erreicht" kann auf der Webseite von Rockstone Research eingesehen, einschliesslich dem vollständigen Disclaimer. 

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Verantwortlich für den Inhalt ist allein der jeweilige Autor.

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