IWF gibt sich flexibler bei Rettungskrediten

Samstag, 06.02.2016 15:49 von

Der Internationale Währungsfonds (IWF) ändert seine Kreditregeln, so die Intention, um eine Verschärfung von Schuldenkrisen künftig zu vermeiden. Demnach will der IWF nicht mehr wie bisher eine Restrukturierung der Schulden als Voraussetzung für die Gewährung von Hilfsgeldern erzwingen. Vielmehr können in Zukunft die Laufzeiten kurzfristiger Schulden verlängert werden, sofern das betroffene Land während des Programms auch Gelder von anderen Gläubigern erhält.


Mit dieser Regeländerung verspricht sich der IWF eine größere Flexibilität in der Bewältigung von Schuldenkrisen, wie sie bei den Rettungsversuchen für Griechenland 2010 nicht gegeben war. Bevor Schulden eine Wirtschaft erdrücken und die Restrukturierung von Staatsanleihen das Risiko einer finanziellen Ansteckung birgt, kann der IWF nun dennoch versuchen, ein Land zu retten. Voraussetzung dafür wäre dann, dass die Anleihebesitzer einer Laufzeitverlängerung zustimmen, welche nur die Zeit abdeckt, während der sich das Land in einem Rettungsprogramm befindet.

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Klaus Stopp ist Head of Market Making Bonds bei der Baader Bank AG. Baader betreut an den Börsenplätzen Berlin, Frankfurt und München u.a. den Handel mit Anleihen und betreut Deutschlands führende Anleihen-Website Bondboard.
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