Euro-Bund-Future: Rentenbarometer mit Jo-Jo-Effekt

Donnerstag, 22.09.2016 09:03 von

Die deutsche Finanzagentur hat ihren Emissionskalender für das vierte Quartal veröffentlicht. Danach will der Bund weniger Schulden machen als veranschlagt. Für das letzte Quartal dieses Jahres sind somit Emissionen im Volumen von insgesamt 27 Milliarden Euro vorgesehen. Dies entspricht 7 Mrd. € weniger als ursprünglich geplant.  

 

Die Pläne des richtungsweisenden Euro-Bund-Future sind für die Marktteilnehmer auch schwerlich auszumachen. Seine jüngste Talfahrt hat der Bund-Future beendet und zeigt sich wieder von seiner gewohnt beständigen Seite. So konnte sich das Rentenbarometer von dem in der Vorwoche markierten September-Tief bei 162,56% deutlich entfernen und stieg innerhalb der Berichtswoche bis auf 164,37 Punkte. Deutsche Staatsanleihen standen somit wieder in der Gunst der Anleger, nachdem sie die Tage zuvor relativ deutliche Kursverluste zu verzeichnen hatten. Im Gegensatz dazu fiel die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen wieder in den negativen Bereich und notiert derzeit bei -0,04%. Nach den wichtigen Zentralbankentscheidungen der Bank of Japan (BoJ) und insbesondere der amerikanischen Notenbank Fed startet der Euro-Bund-Future heute Morgen freundlicher bei 164,55% in den Handel.

 

Der obligatorische Blick auf die technische Chartanalyse offenbart uns die nächsten Widerstände bei 164,50% (mehrere September-Tiefs) sowie das Jahreshoch am 24. Juni von 165,63% im Dezember-Kontrakt. Der Blick in die andere Richtung zeigt die nächste Unterstützung bei 163,67% respektive 162,56% (Tief 13. September).

 

 

 

 

 

 

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Klaus Stopp ist Head of Market Making Bonds bei der Baader Bank AG. Baader betreut an den Börsenplätzen Berlin, Frankfurt und München u.a. den Handel mit Anleihen und betreut Deutschlands führende Anleihen-Website Bondboard.
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