DAX30-Index: Ausbruch nach unten endgültig?

Freitag, 02.12.2016 11:02 von

Der Kurs des DAX30-Index eröffnete den heutigen Handelstag mit einem "Gap down" von circa 100 Punkten im Vergleich zu den Tagesschlusskursen von gestern. Damit gehört die lethargische Seitwärtsbewegung der letzten Wochen der Vergangenheit an. Es ist also endlich wieder Bewegung in den deutschen Index gekommen. Es stellt sich nun die Frage, ob der Ausbruch nach unten nachhaltig ist.

Aus charttechnischer Sicht scheint die Situation relativ klar. Wie ein Blick auf den Tageschart des deutschen Börsenbarometers zeigt, könnte der Kurs des DAX30 bis in den Bereich um die Marke von 10.190 bis 10.090 Punkten fallen. Denn erst hier verläuft die nächste charttechnische Widerstandszone.

Solange der Ausbruch nach unten noch jung ist, können die Bullen aber hoffen, dass die Gap-Bewegung eine weitere Finte ist, um die Shorties aus der Reserve zu locken. Denn viele charttechnisch-orientierte und kurzfristige Trader könnten nun auf den fahrenden Zug aufspringen.

Sollte der Versuch, nach unten durchzubrechen, scheitern und der Kurs des DAX30-Index die Stärke finden, wieder in die Seitwärtsrange zurückzulaufen, dann wäre das sehr bullish zu sehen. In Folge könnte ein kleiner Short-Squeeze entstehen. Es könnte sozusagen Schwung geholt werden, um im nächsten Schritt endgültig aus der Seitwärtsrange der letzten Wochen nach oben auszubrechen.

Noch aber gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Situation versöhnlich für die Bullen aufgelöst werden kann. Jedoch sollten kurzfristige Trader Vorsicht walten lassen und nicht blind auf den noch jungen Abwärtstrend aufspringen. Vor allem der saisonale Aspekt spricht gegen eine Fortsetzung der scharfen Abwärtsbewegung.

Ein Fazit der heutigen Analyse könnte sein, dass kurzfristig die Schließung des 100-Punkte-Gaps auf dem Plan steht. An der charttechnisch starken Widerstandszone, die zwischen den Marken von 10.576 bis 10.539 Punkten liegt und die zuvor die untere Range-Begrenzung darstellte, könnte sich dann entscheiden, ob der Ausbruch aus der Seitwärtsrange nachhaltig ist. 


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Über den Autor

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Oliver Bossmann ist bei ETX Capital als Markt-
analyst tätig. Er arbeitet seit über zehn Jahren in der Finanzbranche und hat sich während dieser Zeit auf den Bereich CFD und FX Trading spezialisiert. Zuletzt war er bei dem amerikanischen Forex-Broker FXCM als Markt-
analyst angestellt und leitete den Unternehmens-
bereich FXCM Research in Deutschland. Bis 2009 verwaltete er als Head of Trading beim Broker FX Flat private und institut-
ionelle Kundengelder in Form eines Managed Accounts.