DAX® (Daily) - US-Indizes als Kurstreiber

Mittwoch, 15.02.2017 08:26 von Jörg Scherer








US-Indizes als Kurstreiber
Gestern waren Anschlusskäufe beim DAX® Mangelware. In der Konsequenz führt dieses
Verhaltensmuster nicht nur zu einem Verlust des noch zu Wochenbeginn zu verzeichnenden
Aufwärtsmomentums, sondern zu einem klassischen „inside day“. Aber selbst für einen
Innenstab fällt die gestrige Handelsspanne mit weniger als 35 Punkten äußerst gering
aus. Ein gänzlich anderes Bild zeichnen indes die amerikanischen Aktienindizes: Sowohl
dem Dow Jones (20.504 Punkte) als auch dem S&P 500® (2.338 Punkte) gelangen gestern
neue Allzeithochs – wieder einmal! Vor diesem Hintergrund dürfte ein DAX®-Anstieg
über das Hoch vom Montag bei 11.813 Punkten die Aufwärtsdynamik zurückbringen, so
dass dann ein Anlauf auf die Widerstandszone aus dem bisherigen Jahreshoch bei 11.893
Punkten und dem Hoch vom Mai 2015 bei 11.920 Punkten wahrscheinlich wird. Einzig die
Positionierung der deutschen Standardwerte im „HSBC Trendkompass“ sorgt derzeit für
einen Wermutstropfen. Gemessen an den objektiven Kriterien der relativen Stärke nach
Levy sowie des Momentums der letzten vier Wochen befindet sich keiner der 30 DAX®-Werte
derzeit in einem Abwärtstrend, was in der Vergangenheit selten vorkam und für einen
kurzfristig heißgelaufenen Markt spricht.



DAX® (Daily)
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Korrektur beendet
Die Ende 2016 abgeschlossene Bodenbildung hat ihren Effekt nicht verfehlt und den
Greenback zum japanischen Yen Richtung Norden katapultiert. Eine anschließende Atempause
könnte nun ein Ende gefunden haben. So gelang jüngst die Stabilisierung im Bereich
der markanten Haltezone aus den Hochs vom Mai und April 2016 bei 111,46/92 JPY sowie
der 90-Tages-Linie (akt. bei 111,88 JPY). Erweist sich nun noch der Sprung über den
steilen Baissetrend seit Januar (akt. bei 113,10 JPY) als nachhaltig, dürfte die seitherige
Abwärtsbewegung endgültig als „nur temporäre Korrektur“ abgehakt werden. Im Erfolgsfall
wäre schließlich eine abwärtsgerichtete Flagge zugunsten der USD-Bullen aufgelöst,
was für neuen Schwung auf der Oberseite sorgen sollte. Oberhalb der 38-Tages-Linie
(akt. bei 114,64 USD) ist eine Eroberung der horizontalen Hürden in Form der Tiefs
vom Januar 2016 und August 2015 bei 115,97/116,15 JPY von besonderer Bedeutung für
die weiteren Perspektiven. Ein Sturz unter die o. g. Haltezone bei rund 111,50 JPY
würde den positiven Gesamteindruck dagegen untergraben. Entsprechend bietet sich dieses
Level als Stopps für neue wie auch bestehende Longengagements an.



USD/JPY (Daily)
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Stopp-Buy bei 13 EUR
Im Oktober vergangenen Jahres setzte die Lufthansa-Aktie fast punktgenau auf dem langfristigen
Basisaufwärtstrend seit 2003 (auf monatlicher Basis akt. bei 9,47 EUR) auf. Den Test
dieser Kernunterstützung nutzte das Papier zu einem dynamischen Erholungsimpuls, der
seit Mitte November in Form einer klassischen Korrekturflagge verdaut wird (siehe
Chart). Vor diesem Hintergrund dürfte ein Spurt über die letzten Verlaufshochs bei
rund 13 EUR für neue Aufwärtsdynamik sorgen, denn dann wäre das beschriebene Konsolidierungsmuster
nach oben aufgelöst. Die Ambitionen der Bullen werden aktuell durch die Aufwärtskurslücke
vom 8. Februar (untere Gapkante bei 12,17 EUR) sowie die Rückeroberung der 38-Tages-Linie
(akt. bei 12,30 EUR) untermauert. Gelingt der Befreiungsschlag, winkt im ersten Schritt
ein Schließen der Kurslücke von Ende April 2016 (13,86 EUR zu 13,95 EUR). Perspektivisch
rückt dann sogar der Kumulationspunkt aus diversen Hochs und einem Fibonacci-Cluster
bei rund 15,50 EUR in den Fokus. Das o. g. Aufwärtsgap von Anfang Februar können Anleger
als Stopp-Loss heranziehen, denn das Rebreak dieses Levels würde der aktuellen Ausbruchschance
einen herben Dämpfer versetzen.



Deutsche Lufthansa (Daily)
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Ausbruch – Pullback – erneuter Ausbruch
„Pullback bietet zweite Chance“, titelten wir in Bezug auf die Continental-Aktie am
2. Februar. Die jüngste Kursentwicklung gibt uns Recht und unterstreicht die günstigen
Perspektiven des Papiers. Doch der Reihe nach: Den idealtypischen Pullback an die
Kombination aus der 200-Tages-Linie (akt. bei 182,68 EUR) und der oberen Begrenzungen
einer klassischen Keilformation (akt. bei 178,43 EUR) hat der Titel als das erwartete
Sprungbrett nutzen können. Damit ist die Verschnaufpause seit Mitte Januar gleichzeitig
als trendbestätigende Flagge zu interpretieren. Die Auflösung des beschriebenen Konsolidierungsmusters
dient nun als zusätzlicher Katalysator. In der Summe dürfte das bisherige Jahreshoch
bei 195,30 EUR nur eine Durchgangsstation auf dem Weg nach Norden darstellen. Vielmehr
sollte die Conti-Aktie perspektivisch Kurs auf die verschiedenen Hoch- und Tiefpunkte
bei rund 200 EUR nehmen. Jenseits dieser Hürden rückt sogar ein Schließen der Abwärtskurslücke
von Anfang Januar 2016 bei 220,10/222,55 EUR wieder auf die Agenda. Den Stopp für
bestehende Longpositionen können Anleger auf das jüngste „swing low“ vom 9. Februar
bei 186,10 EUR nachziehen.



Continental (Daily)
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