Corporate Bonds: Coca Cola löscht Durst

Donnerstag, 10.03.2016 15:06 von

In der Hoffnung, dass viele Investoren - entsprechend der Werbung - mit Coca Cola den Moment genießen, hat sich der US-amerikanischen Hersteller von Erfrischungsgetränken entschlossen, eine Unternehmensanleihe am Kapitalmarkt zu begeben.

So wurde ein 8 1/2-jähriger 600 Mio. € schwerer Bond (A18YV1) mit Fälligkeit am 11.11.2024 und einer jährlichen Zinszahlung von 1,875% aufgelegt. Der Emissionspreis (99,671%) entsprach einem Spread von +150 bps über Mid Swap. Coca Cola entschied sich bei dieser Anleihe für eine 100.000er Mindeststückelung und zielt somit verstärkt auf institutionelle Kunden ab.

Aber es gab auch einen Emittenten, der sich bei seinen Anleihen für die „privatanleger-freundliche“ Stückelung von 1.000 € entschied. So stillte der deutsche Kunststoffhersteller Covestro seinen Kapitaldurst mit einem Dreierpack an neuen Anleihen zu jeweils 500 Mio. €. Zuerst wurde ein 2-jähriger Floater (A169MF) zu pari begeben. Gezahlt wird bis zum Laufzeitende am 10.03.2018 ein vierteljährlicher Kupon in Höhe des 3-Monats-Euribor +60 bps. Der zweite Bond wurde als 5 1/2-jährige Anleihe (A169MG) mit Fälligkeit am 07.10.2021 und einem jährlichen Kupon von 1% aufgelegt. Der Emissionspreis von 99,586% entsprach einem Spread von +146,6 bps über der vergleichbaren Bundesanleihe. Das Tripple komplettiert eine 8 1/2-jährige Anleihe (A169MH) mit Fälligkeit am 25.09.2024. Der Bond wurde mit 99,736% emittiert und mit einem jährlichen Zins i.H.v. 1,75% ausgestattet. Dies entsprach einem Aufschlag von +182 bps über der vergleichbaren Bundesanleihe. Die beiden zuletzt genannten Anleihen verfügen über ein optionales Kündigungsrecht zu Gunsten des Emittenten (Make-Whole-Option).

 

 

 

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Klaus Stopp ist Head of Market Making Bonds bei der Baader Bank AG. Baader betreut an den Börsenplätzen Berlin, Frankfurt und München u.a. den Handel mit Anleihen und betreut Deutschlands führende Anleihen-Website Bondboard.
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