Quelle: http://www.hebelzertifikate-trader.de
Anfang April hatten wir in diesem Jahr auf die alte Börsenweisheit
„Sell in May“ aufmerksam gemacht und damals auf zwei Dinge
hingewiesen: Einerseits war der DAX bis Ende März so stark in das
neue Jahr gestartet, dass es in diesem Jahr wahrscheinlich eher
„Sell in April“ heißen müsste (was sich zunächst als richtig
erwiesen hatte). Ebenfalls hatten wir auf die Statistik verwiesen,
dass es eigentlich besser „sell in summer“ heißen müsste und ein
„come back in September“ besser in den Oktober verlagert werden
sollte. Denn der September birgt noch einige Tücken und war in der
Vergangenheit immer wieder für den einen oder anderen Rücksetzer
gut. Vor allem, nachdem die US-Indizes in der Nähe ihrer
Jahreshochs notieren, die sich durchaus als Widerstand erweisen.
Und auch beim DAX, der aktuell mit der runden Zahl von 7.000
Punkten kämpft, ist nach dem Anstieg seit Mitte Juni die Gefahr
eines Rücksetzers nicht zu unterschätzen!
Augen auf Draghi gerichtet!
Einmal mehr ruhen die Augen in dieser Woche auf EZB-Chef Draghi.
Vor allem das Gerücht um eine Rücktrittsdrohung des
Bundesbankchefs Jens Weidmann hat die Aufmerksamkeit für den
kommenden Donnerstag noch zusätzlich erhöht. Ob nun
Bundeskanzlerin Merkel Weidmann für einen weiteren Verbleib an der
Bundesbankspitze überredet hat oder auch nicht, Tatsache bleibt,
dass er mit dem Kurs der EZB alles andere als einverstanden ist,
da Weidmann die Gefahr sieht, dass die Schulden der kriselnden
Eurostaaten irgendwann doch bei den (deutschen) Steuerzahlern
landen. Darüber hinaus sieht er die Gefahr, dass sich die von den
EZB eröffneten Möglichkeiten für die Schuldenländer langfristig
wie eine Droge (nach Geld) entwickeln, was nicht unbedingt als
Lösung des aktuellen Problems zu sehen ist. Man darf also auf die
Worte Mario Draghis am kommenden Donnerstag gespannt sein.
Gold und Silber weiter in Fahrt!
In der vergangenen Woche hatten wir einmal mehr auf das Ende der
mittelfristigen Konsolidierung bei Gold und Silber aufmerksam
gemacht. Ungeachtet des seitdem erfolgten und durchaus
beachtlichen Anstiegs halten wir beide Edelmetalle auf aktuellem
Niveau nach wie vor für äußerst interessant. Vor allem die
Situation bei US-Notenbank und Europäischer Zentralbank sind für
uns auch ein Argument, warum der eine oder andere Anleger weiter
in Gold und Silber investiert – und damit den Kurs weiter steigen
lässt. Wir halten daher einen Anstieg auf ein neues Allzeithoch in
den kommenden Monaten für kein unwahrscheinliches Szenario!
Eine erfolgreiche Börsenwoche wünscht Ihnen
Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
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