Bearmarketrally der Aktienmärkte geht zu Ende - Silber steht kurz vor dem Ausbruch nach oben

Samstag, 26.03.2016 17:52 von

Liebe Leser,

an den Weltaktienmärkten hat am 11. Februar 2016 eine Bearmarketrally begonnen, das heißt eine vorübergehende Kurserholung im Rahmen einer übergeordneten Aktienbaisse. Diese Bearmarketrally befindet sich jetzt wahrscheinlich in den letzten Zügen. Einige Indizes wie der S&P 500 sind bis an ihre fallende 200-Tage-Durchschnittslinie gestiegen. Andere wie der US-Nebenwerte Index Russell 2000, der US-Banken Index oder der japanische Nikkei Index haben es hingegen nur bis an die Untergrenze ihrer Topformationen geschafft. Damit haben sie alle zwar unterschiedliche, aber dennoch ideale Punkte für das Ende ihrer jeweiligen Bearmarketrally erreicht.

Mein umfassendes Prognosemodell der Aktienmärkte, in das unter anderem die fundamentale Bewertung, Sentimentindikatoren, Zinsdifferenzen, Momentumindikatoren und makroökonomische Kennzahlen eingehen, ist eindeutig bearish. Es lässt also weiterhin keinen Zweifel daran, dass Sie es hier tatsächlich nur mit einer Bearmarketrally innerhalb einer zyklischen Baisse zu tun haben. Und diese Baisse lässt noch sehr viel Platz für fallende Kurse.    

Fundamentale Überbewertung und Rezessionswarnung signalisieren schwere Aktienbaisse    

Für heftig fallende Aktienkurse spricht die sehr starke Überbewertung des US-Aktienmarktes, die nur ein einziges Mal noch höher war als heute, und auch das nur für wenige Monate. Das war Anfang 2000, als die Technologieblase ihren Höhepunkt erreichte. Was danach geschehen ist, wissen Sie wahrscheinlich noch: DAX und NASDAQ stürzten um mehr als 70% ab. Und der Neue Markt löste sich nahezu komplett in heiße Luft auf, wie es die wenigen kritischen Stimmen, die es damals gab und zu denen auch ich gehörte, prognostiziert hatten.

Neben der hohen fundamentalen Überbewertung spricht derzeit auch die US-Rezessionswarnung meiner Konjunkturindikatoren eindeutig für diese Sichtweise bzw. Prognose. Diese Rezessionswarnung sowie den typischen Verlauf von Rezessionen und Aktienbaissen bespreche ich in der gerade erschienenen Krisensicher Investieren Themenschwerpunkt-Ausgabe sehr ausführlich. Dort lesen Sie auch, auf welche ökonomischen Indikatoren Sie jetzt achten müssen, wenn Sie der konjunkturellen Entwicklung auch weiterhin einen Schritt voraus sein wollen. Hier muss der Hinweis genügen, dass es nicht die US-Arbeitsmarktdaten sind – obwohl diese von der US-Zentralbanknomenklatura schon seit geraumer Zeit zur Begründung ihrer geldpolitischen Maßnahmen herangezogen werden. Diese Begründung ist Humbug. Denn Arbeitsmarktdaten sind keine Frühindikatoren, sondern ganz im Gegenteil nachlaufende Indikatoren. Als solche gleichen sie einem Blick in den Rückspiegel und lassen keine Schlüsse auf zukünftige Entwicklungen zu.     

Mehr als 80% der Anleger sind bullish – Das spricht für fallende Aktienkurse       

Die Rally der vergangenen Wochen hat die Stimmungsindikatoren auf Höhen getrieben, die das unmittelbare Ende dieser Aufwärtswelle nahelegen. Beispielsweise zeigt der kurzfristig orientierte US-Optix-Sentimentindikator 80% Aktienoptimisten, und bei der mittelfristig ausgerichteten Version dieser Kennzahl sind es 61%.

Auch die Geschwindigkeit des Stimmungsumschwungs, der während der jüngsten Rally stattgefunden hat, signalisiert eine baldige Trendwende nach unten. So ist die Differenz zwischen dem Prozentsatz bullisher und bearisher Marktteilnehmer in einer Vierwochenglättung über die Marke von 20 Punkten nach oben geschossen. Das kommt nur sehr selten vor und ist gewöhnlich das Signal für eine unmittelbar bevorstehende Abwärtswelle.

Der hohe Börsenoptimismus, der sich an fast allen Sentimentindikatoren ablesen lässt, signalisiert das baldige Ende dieser Rally. Deshalb habe ich meinen Lesern gerade erst den Kauf von drei neuen Short-Positionen auf Einzelaktien empfohlen, darunter zwei Banken und die Apple-Aktie. Auch Sie sollten jetzt auf fallende Kurse an den Aktienmärkten außerhalb des Edelmetallsektors setzen, weil Ihnen die aktuelle Konstellation ein außergewöhnlich attraktives Chance-Risiko-Verhältnis für den Kauf von Short-Positionen bietet. Nutzen Sie diese seltene Gelegenheit.    

Silber: Ausbruch nach oben lässt noch auf sich warten       

Während bei Gold inzwischen alles darauf hindeutet, dass die von mir prognostizierte große Hausse schon begonnen hat, sieht die Lage bei Silber noch etwas verhaltener aus. Vorige Woche habe ich an dieser Stelle über die hochinteressante charttechnische Konstellation des Silberpreises geschrieben, weil dieser sich in der gleichen charttechnischen Konstellation befunden hat wie Gold ein paar Wochen zuvor, das heißt direkt an bzw. sogar leicht oberhalb der sehr wichtigen charttechnischen Marke von 16 $ pro Unze.

„Ob das tatsächlich der Ausbruch nach oben war, lässt sich heute nach nur einem Tag noch nicht endgültig sagen“, schrieb ich vorige Woche, „aber wenn sich der Silberpreis in den kommenden Tagen oberhalb der charttechnisch sehr wichtigen Marke von 16 $ halten kann, wird damit auch bei Silber der Beginn einer neuen Hausse signalisiert.“

Auf dem folgenden Silberchart sehen Sie, dass dieser Ausbruch nach oben bisher noch nicht stattgefunden hat. Stattdessen ist der Silberpreis in seiner sehr schnellen Bewegung wieder auf gut 15 $ gefallen. An dem sehr verheißungsvollen charttechnischen Bild ändert sich dadurch aber nichts. Der Chart zeigt weiterhin eine sehr verheißungsvolle Schulter-Kopf-Schulter-Bodenformation (S-K-S), die allerdings erst mit dem Ausbruch über die bei 16 $ verlaufende Nackenlinie vollendet wird.     

Silberpreis pro Unze in $, 2012 bis 2016

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Der Anstieg über die charttechnisch sehr wichtige Marke von 16 $ hat doch noch nicht stattgefunden. Quelle: StockCharts.com

Nutzen Sie die günstige Kaufgelegenheit bei Gold und Silber      

Ich halte diese erneute Korrektur des Silberpreises für eine exzellente Kaufgelegenheit für Silber und mehr noch für Silberminen. Derzeit empfehle ich den Lesern meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren zwei Aktien von Silberminen zum Kauf. Durch die jüngste Korrektur bietet sich Ihnen jetzt noch einmal die Gelegenheit, diese Aktien zu einem günstigen Kurs zu erwerben.

Im größeren Bild, das Sie als Börsianer nie aus den Augen lassen sollten, spricht weiterhin alles dafür, dass wir uns in der Frühphase einer großen Edelmetallhausse befinden. Die 26 Argumente, mit denen ich Mitte Dezember den Beginn einer großen Goldhausse begründet habe, gelten auch heute noch. Darüber hinaus sind inzwischen weitere wichtige Signale dazugekommen, die den Beginn dieser Hausse ohne Wenn und Aber bestätigen. Dazu gehört zum Beispiel mein Gold-Preisbänder-Indikator, der sich erstmals seit 2011 wieder in einer bullishen Konstellation befindet, sowie das klare charttechnische Kaufsignal, das Gold bereits gegeben hat.

Ich hoffe, dass Sie die Weichen entsprechend gestellt haben, um mit Ihrem Depot von fallenden Aktienkursen und steigenden Edelmetallpreisen zu profitieren.

Frohe Ostern!

Ihr            

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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Bisher hat noch jede US-Rezession auf Europa übergegriffen. Ich sehe keinen Grund, warum das dieses Mal anders sein sollte.              

 

 

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Verantwortlich für den Inhalt ist allein der jeweilige Autor.

Über den Autor

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Claus Vogt ist Chefredakteur des Börsenbriefes Krisensicher Investieren. Er hat die langfristige Goldhausse 2001 richtig vorhergesagt und in den Jahren 2000 und 2007 vor dem Platzen der Aktien- und Immobilienblase gewarnt. Jetzt prognostiziert er bei den Goldminenaktien atemberaubende Chancen. Claus Vogt ist Buchautor (Das Greenspan Dossier, Die Inflationsfalle) und ehemaliger Finanzanalyst einer internationalen Großbank. Weitere Informationen unter: www.krisensicherinvestieren.com