Der Schuldenberg Griechenlands wächst und wächst und wächst – wie die Muskeln eines Bodybuilders unter Anabolika-Einfluss. Auch einem hartgesottenen Optimisten dürfte mittlerweile klar sein, dass es die reformunwilligen Griechen nicht schaffen, diesen Mount Everest der Schulden aus eigener Kraft abzutragen. Der Internationale Währungsfonds fordert daher neben dem zweijährigen Zeitaufschub zum Erreichen der vereinbarten Etat-Sanierungsziele einen Schuldenschnitt für die öffentlichen Gläubiger. Natürlich ausgenommen die Schuldenpapiere, die in den Depots des IWF und der Europäischen Zentralbank lagern. Offensichtlich der verzweifelte Versuch, den Schuldenstand Griechenlands bis 2020 noch auf 120% zu drücken. Doch Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Bundesregierung sind in einer Zwickmühle. Kommt es tatsächlich zu einem Schuldenschnitt, macht es das Haushaltsrecht der Bundesregierung unmöglich, Griechenland weitere Kredite zu gewähren. Das Haushaltsrecht erlaubt der Regierung nur die Vergabe von Krediten, wenn der Schadenseintritt als unwahrscheinlich gilt. Deshalb werden im Hintergrund neue Strategien diskutiert, wie beispielsweise der Anleiherückkauf durch die Helenen selbst. Man darf gespannt sein, wie Merkel die Maßstäbe dehnen wird, damit die Gelder fließen können.
Uri Geller hat einst nur Löffel verbogen, aber von unserer Bundesregierung könnte auch er noch etwas lernen.
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