Über den Autor: Herbert Wüstefeld war von 1979 bis 1991 im Termin- und Optionshandel als Händler/Analyst bei ver-
schiedenen Brokerhäusern tätig. Ende der 90er Jahre beendete er seine Zeit als Privatier und bringt nun seit 2000 seine Erfahrung und Expertise bei der Royal Bank of Scotland (früher bei der ABN AMRO Bank) in Frankfurt im Derivatehandel ein. Als Client Service Manager im Marktsegment Strukturierte Aktien-
produkte begleitet er die Produktentwicklung und ist verantwortlich für Koord-
ination und Abwicklung der Client-Service Prozesse.
Trendwende an Chinas Immobilienmarkt?
16:00 25.07.12
Der Traum vom eigenen Heim wird auch in China geträumt. In Peking sind die Hauskäufe nun wieder gestiegen.
In der ersten Junihälfte wurden in Peking unerwartet viele Immobilienkäufe registriert. Auf Monatsbasis stieg die offizielle Anzahl der Hauskäufe um neun Prozent. Einige Marktbeobachter sehen darin ein hoffnungsvolles Zeichen. Nachdem die Preise für Häuser in China in den zurückliegenden Monaten stark eingebrochen sind, scheinen nun die ersten Immobilieninteressenten schwach geworden zu sein. "Der Umsatzanstieg wurde vor allem durch erstmalige Hauskäufer angetrieben", so die Einschätzung von Liu Yuan von Centaline Property Agency. Aber gerade dieser Gruppe der Erstkäufer kommt in China eine wichtige Rolle zu. Rund 93 Prozent der potenziellen Immobilienkäufer in China wollen schließlich auch im erstandenen Eigenheim leben. Nur sieben Prozent kaufen Häuser, um sie später gewinnbringend wieder zu verkaufen, schätzt Alastair Hughes von Jones Lang LaSalle.
Gutes Vorzeichen An der Börse wurde die Meldung aus Peking interessiert aufgenommen. Zwar mag noch niemand so recht von einer endgültigen Trendwende zum Positiven am chinesischen Immobilienmarkt sprechen, doch als gutes Vorzeichen taugt die News durchaus. "Der Niedergang des chinesischen Immobilienmarkts nähert sich langsam seinem Ende und ich denke, wir werden den Tiefpunkt in den nächsten drei bis vier Monaten sehen", so Peter Churchouse von Portwood Capital.
Was auch für diese Ansicht spricht, ist der Umstand, dass sich der Hang Seng Composite Property & Construction Index in den letzten drei Monaten tendenziell besser entwickeln konnte als der marktbreite Hang Seng Composite Index. Allerdings ist der Beobachtungszeitraum damit sehr kurz gewählt und unter Umständen wenig aussagekräftig. Es ist also nach wie vor Vorsicht angebracht.
Der Hang Seng Composite Property & Construction Index wurde im Januar 2000 mit einem Indexstand von 2.000 Punkten aufgelegt. Er spiegelt die Wertentwicklung der großen chinesischen Immobilien- und Baukonzerne wider. Name | WKN | währungs- gesichert | Preis des Basiswerts | Geld- kurs | Brief- kurs | Hang Seng Properties & Constr. Index Open End Zertifikat | ABN1GX | nein | 2.569,00 HKD | 26,58 EUR | 27,25 EUR |
Stand: 20.07.2012
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