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Ingmar Königshofen,
FSG Financial Services Group
Über den Autor:
Ingmar Königshofen ist Geschäftsführer bei der FSG Financial Services Group, welche unter anderem das Portal Boerse-Daily.de betreibt. Dort werden mehrmals täglich top-aktuelle Analysen zu DAX, US-Indizes sowie zu besonders attraktiven Einzelwerten veröffentlicht.

Starke Zahlen

14:08 27.10.12

Die Geschäftsdaten für das dritte Quartal, die die deutschen Unternehmen bislang vorgelegt haben, fielen durchwachsen aus. Eine der wenigen Ausnahmen war Basler, wo nicht nur Umsatz und Ertrag positiv überraschten.

Der bei Hamburg ansässige Spezialist für Vision Technology hat demnach von Juli bis September ein Umsatzplus im Jahresvergleich von 26 Prozent auf 16,6 Millionen Euro verbucht. Der operative Gewinn legte genauso stark auf 2,4 Millionen Euro zu, was eine ordentliche Marge von 14 Prozent ergibt. Beeindruckend fällt auch der Auftragseingang von 15,7 Millionen Euro aus, der für einen guten Jahresabschluss spricht. Damit wird die noch einmal erhöhte Prognose des Vorstands verständlich. Dieser geht jetzt für 2012 von einem Umsatz zwischen 54 und 56 (bislang: 52 bis 54) Millionen Euro bei einer Vorsteuerrendite von 8 bis 9 (zuvor: 6 bis 8) Prozent aus. In den ersten neun Monaten schaffte Basler Erlöse von 41,8 (VJ: 41,4) Millionen Euro und ein EBT von 4,2 (4,8) Millionen Euro.

Langfristiger Wachstumsmarkt

Das Geschäft von Basler war in den vergangenen Jahren kräftigen Ausschlägen ausgesetzt. Zuletzt gab es eine Stabilisierung auf hohem Niveau. Langfristig bleiben die Aussichten gut, weil sich der Markt für Vision Technology immer neue Anwendungsfelder erschließt. Experten veranschlagen das Marktwachstum für die digitalen Kameralösungen, die vor allem in der industriellen Massenfertigung zur Qualitätskontrolle eingesetzt werden, auf rund zehn Prozent im Jahr. Basler will von diesem Wachstum profitieren und nach früheren Aussagen innerhalb von fünf Jahren die Erlöse auf 80 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge von über zehn Prozent steigern. Spielt die Konjunktur einigermaßen mit, ist die Planung erreichbar. Für das kommende Jahr rechne ich wegen der verhaltenen wirtschaftlichen Perspektiven aber mit einem geringeren Wachstum von rund fünf Prozent, allerdings einer EBIT-Marge von 12 Prozent.

Aktie günstig

Die guten Wachstumsaussichten sind meiner Ansicht nach nicht ausreichend im Kurs eingepreist. Auf Basis meiner Annahmen ergibt sich für 2013 ein günstiges KGV im einstelligen Bereich. Das Unternehmen ist zwar recht klein, dennoch lassen sich Gewinnvielfache von 15 rechtfertigen. Da auch die Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von 49 Prozent recht solide ist, ergibt sich ein fairer Wert für den Titel von 18 Euro. Das entspricht einem Potenzial von rund 50 Prozent. Allerdings weist die Aktie auch Nachteile auf. Zum einen bewegt sie sich  seit rund zwei Jahren in einer breiten Spanne von 9 bis 15 Euro seitwärts - von Aufwärtsdynamik keine Spur. Dazu ist das Handelsvolumen in dem Papier gering, was einen Einstieg (und später auch einen Ausstieg) schwierig macht. Für langfristig orientierte Anleger ist die Aktie von Basler dennoch interessant. Die Bewertung ist günstig und die guten Zahlen inklusive hohem Auftragseingang könnten die Kurse antreiben.

Jahreschart Basler

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Kennzahlen:

Aktie: Basler
Land: Deutschland
WKN: 510 200
Akt. Kurs: 12,18 Euro
52-Wochen-Hoch / Tief: 13,48 Euro / 9,40 Euro
Umsatz 12/13: 55 Mio. Euro / 58 Mio. Euro
EPS 12/13: 0,93 Euro / 1,23 Euro
KGV 12/13: 13,1 / 9,9
Marketkap.: 41 Mio. Euro

Kurschance: +50%

 

 

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