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Palladium - steigen die Kurse?

14:38 08.02.12

Seit dem Einbruch der Rohstoffpreise angesichts der globalen Finanzkrise im Jahr 2008 erwies sich Palladium - neben Silber - als eines der sich am besten entwickelnden Metalle. Bis zum Einsetzen der Korrektur an den Rohstoffmärkten im Frühjahr des vergangenen Jahres schwang sich der Palladiumpreis so auf mehr als 860,00 US-Dollar je Feinunze und konnte sich damit im Wert verfünffachen. Zunehmende Ängste unter den Anlegern vor einem Rückfall der globalen Wirtschaft in die Rezession hatten dann jedoch zur Folge, dass die Kurse für Platin, Palladium und die Basismetalle ab Frühsommer 2011 stark unter Druck gerieten. So sackte Ende September der Kurs auf rund 568 US-Dollar je Feinunze ab. Im November setzte das Edelmetall abermals zum Sturzflug an, nachdem viele Marktbeobachter eine Rezession in Europa und Amerika prognostizierten. Einen ähnlichen Kursverlauf zeigt auch das Platin an. Aber warum diese starken Kursschwankungen?

 

Palladium wird insbesondere zur Herstellung von Katalysatoren benötigt. Da die Automobilindustrie allerdings eine sehr konjunkturabhängige Industrie ist, ist auch die Nachfrage nach Palladium sehr konjunkturanfällig, so dass sich eine Abkühlung

des Wirtschaftsklimas sehr schnell auf die Nachfrage auswirkt.

 

Ende des letzten Jahres hat sich die Angebotssituation an den Palladiummärkten weiter verdüstert, nachdem Russlands Lagerverkäufe im Jahr 2011 einen Tiefpunkt erreichten. Konjunkturell bedingt deutet sich andererseits eine verstärkte Nachfrage nach dem Edelmetall an. Während sich der traditionelle Absatzmarkt in Europa teilweise von den Auswirkungen der globalen Finanzkrise erholen konnte, blieben hier die Verkaufszahlen zwar unter dem Vorkrisenniveau, die Marktentwicklung in den USA konnte sich jedoch sehen lassen. Die großen US-Autohersteller verkauften auf dem wichtigen Absatzmarkt im traditionell schwachen Verkaufsmonat Januar fast zwölf Prozent mehr Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge als im Vorjahr. Mit dem chinesischen Automobilmarkt gewinnt auch der weltweit größte Absatzmarkt für Automobile an Stabilität. Eine zunehmende Nachfrage aus den Schwellenländern, allen voran den so genannten BRIC-Staaten, dazu zählen unter anderem auch Brasilien, Russland und Indien, sorgt für eine zusätzliche Preisstabilisierung des Edelmetalls. Die aufstrebende Mittelschicht in diesen Ländern hat dank wachsender Kaufkraft den meisten Herstellern von Leichtfahrzeugen in den vergangenen drei Jahren hohe Umsätze und steigende Gewinne beschert.

 

Schon seit Jahresbeginn erholt sich der Palladiumkurs konstant, denn die Konjunkturdaten haben sich verbessert – teilweise stärker als erwartet. Am Freitag ging Palladium mit 707,00 US-Dollar je Feinunze aus dem Handel und verabschiedete sich mi hohem Niveau ins Wochenende.

 

Fazit: Palladium hat nach einer mehrmonatigen Korrektur jetzt wieder die Chance höhere Preise zu sehen. Erste Zielbereiche liegen dabei um 750,00 US-Dollar je Feinunze.

Investoren sollten Palladium aus diesen Gründen im Auge behalten, denn längerfristig können diese Entwicklungen zu Kurssteigerungen führen.

 

Anleger, die ein Investment in Palladium erwägen, sollten jedoch auch beachten, dass bei einer Investition in dieses Edelmetall keine laufenden Erträge, wie beispielsweise Zinszahlungen, anfallen. Weiterhin kann die physische Lagerung mit Kosten verbunden sein. Ein weiteres Risiko trägt der Anleger bei nicht währungsgesicherten Produkten durch eventuelle Wechselkursschwankungen. Diese lassen sich jedoch durch den Einsatz sogenannter Quanto-Produkte eliminieren. Das Partizipations-Zertifikat auf Palladium (WKN: SG9F3T) spiegelt die Wertentwicklung des Palladiumpreises nahezu eins zu eins wider. Die Laufzeit ist unbegrenzt (Open End) und für die Währungssicherung fällt derzeit eine Quanto-Gebühr in Höhe von 3,61 Prozent pro Jahr an.

 

 

Für Anleger, die auf eine Absicherung der Wechselkursschwankungen verzichten möchten, bietet die Société Générale darüber hinaus das entsprechende Partizipations-Zertifikat

(WKN: SG0AYK) auf Palladium ohne Quanto-Funktion an.

 

Risikofreudigere Anleger haben ferner die Möglichkeit mit Hebelprodukten – beispielsweise mit einem Open End Turbo – und unterschiedlich hoher Hebelwirklung auf eine entsprechende Palladiumpreisänderung zu setzen. In der Long-Variante kann von steigenden und in der Short-Variante von sinkenden Kursen profitiert werden. Zu beachten ist, dass es bei dem Einsatz von Open End Turbos aufgrund des Hebeleffektes nicht nur zu überproportionalen Gewinnen, sondern auch zu überproportionalen Verlusten kommen kann. Bei einer vorzeitigen Fälligkeit durch Erreichen der Stopp-Loss-Barriere wird ein Betrag in Höhe von 0,001 EUR ausgezahlt.

 






 

 

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