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Dr. D. Rettinger,
Devisen-Trader
Über den Autor:
Der Devisen-Trader ist der einzige reine Devisen-Börsenbrief, der zudem noch ein Musterdepot führt, welches ausschließlich mit Devisen geführt wird. Empfohlen werden sowohl Hebelzertifikate und (Turbo-) Optionsscheine auf Devisen, wie auch Direktinvestments. Gemanagt wird das Musterdepot von Dr. Detlef Rettinger. Der diplomierte Volkswirt verfügt über langjährige Erfahrung und ausgezeichnete Referenzen im Bereich Devisen und Derivate. Mehr Informationen unter www.devisen-trader.de.

Kommt die Risikofreude zurück?

09:45 18.06.12

Wird der Juni zum Monat der Entscheidung? Viele an den Märkten scheinen dies derzeit zu glauben und sie setzen auf eine Erholung. Die extreme Risikoaversion hat in den letzten Tagen nachgelassen. Es waren nicht nur Aktien wieder gefragt, auch Währungen wie der Australische Dollar, die von einer starken Weltkonjunktur abhängig sind, konnten zulegen. Nach einigen besorgten Äußerungen wichtiger Notenbanker glaubt so mancher, es könnte eine konzertierte Aktien der Zentralbanken geben, ähnlich wie 2008. Ich denke das nicht. Die Krise müsste vermutlich noch mehr eskalieren und zu einem stärkeren Einfrieren der Finanzmärkte führen, damit dies geschieht.

 

Wieder wichtige Politikertreffen

Aber es ist durchaus möglich, dass sich das aktuell zu beobachtende Abschwellen der Risikoaversion noch etwas fortsetzt. Das wird auch von den nächsten Ereignissen abhängen, z.B. von der Wahl in Griechenland. Doch Hand auf´s Herz: Vermutlich werden wir auch danach nicht schlauer sein. Das Wahlergebnis wird zwar eine mögliche Richtung vorgeben, aber wahrscheinlich werden sich die Verhandlungen zur Regierungsbildung hinziehen. Auch nach dem G20-Treffen am 18./19. Juni werden voraussichtlich keine konkreten Maßnahmen verkündet. Einige Solidaritätsbekundungen und vor allem die Aufforderung an die Europäer mehr zu tun, werden alles sein. Und Ende Juni werden sich dann die EU-Regierungschefs treffen, um die Fiskalunion voranzubringen. Mal sehen.

 

Long auf NZD/USD als Chance

Skepsis ist also angebracht. Aber es ist auch zutreffend, dass je höher der Druck ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Das ist das Prinzip Hoffnung. Was bedeutet dies nun für den Devisenmarkt? Mutige Trader können durchaus auf eine Fortsetzung der Entspannung setzen, sollten aber besser mit neuen Positionen bis nach dem Wochenende warten. Mit einem Long auf den Wechselkurs des US-Dollars zum Neuseeland-Dollar ließe sich von einem weiteren Rückgang der Risikoaversion profitieren. Auch ein Long auf AUD/USD oder ein Short auf USD/CAD zielen in dieselbe Richtung.

 

 

Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

 

Ihre

Devisen-Trader Redaktion

http://www.devisen-trader.de



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