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Björn Junker,
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Björn Junker, Chefredakteur von GOLDINVEST.de, verfügt über langjährige Erfahrung im Rohstoffsektor. Von seinem analytischen Einschätzungsvermögen sowie seinem Gespür für erstklassige Investments will GOLDINVEST.de vor allem profitieren. Durch seine Erfahrung im Bereich Corporate Communications versteht Herr Junker auch die Sprache der Unternehmen, die er beobachtet und analysiert. GOLDINVEST.de bietet Hintergrundberichte und aktuelle Kommentare zum Geschehen an den Rohstoffmärkten und verfolgt die Entwicklung ausgewählter Minengesellschaften aus dem Bereich der Edelmetalle, Basismetalle und sonstiger Rohstoffe. Weitere Informationen finden Sie unter: www.goldinvest.de

Kali - Neue Minen brauchen Zeit

16:03 28.06.12

Der Kalimarkt ist in Bewegung. Die hohe Nachfrage der Vergangenheit zieht Investoren an. Doch es wird dauern, bis neue Minen ihre Arbeit aufnehmen können.

Die vergangenen Jahre haben für Kalihersteller so manche Überraschung gebracht. Die starke Düngernachfrage hat für explodierende Preise gesorgt. Von den absoluten Hochpreisen ist man inzwischen wieder weg, doch noch immer lässt sich gutes Geld verdienen.

Nach Ansicht von Bill Doyle, dem Chef der Potash Corp of Saskatchewan (WKN: 878149), wird sein Unternehmen in den kommenden Jahren hohe Gewinne einfahren können. Er ist noch unsicher, was sein Unternehmen mit dem Geld machen wird. Eine Möglichkeit ist es, die Aktionäre durch hohe Dividenden am Erfolg zu beteiligen. Eine andere Möglichkeit könnte ein großes Aktienrückkaufprogramm sein. Die dritte Alternative beinhaltet die Akquisition von Mitbewerbern.

Die Kapazitäten werden sich in den kommenden Jahren ausweiten, aber nur aufgrund des Ausbaus bereits bestehender Bergwerke. Frühestens 2017 wird es nach Ansicht von Doyle neue Minen geben. Somit wird der Kapazitätsanstieg zunächst begrenzt bleiben.

Doyle steht mit seiner Ansicht jedoch im Widerspruch zu Äußerungen von K+S (WKN: KSAG88). Der deutsche Mitbewerber von Potash Corp will Ende 2015 in der kanadischen Provinz Saskatchewan eine neue Kalimine eröffnen. Das wäre die erste neue Mine in der Region seit mehr als 40 Jahren.

Sorge bereitet der Branche eine Analyse der Rabobank. Diese sieht langfristig schwindende Gewinne. Der Grund sind neue Kaliproduzenten, die auf den Markt drängen. Demnach soll sich das Kaliangebot von derzeit 78 Millionen Tonnen auf 2020 mögliche 107 Millionen Tonnen erhöhen. Diese Menge würde vom Markt kaum aufgenommen werden können. Es würde einen deutlichen Angebotsüberhang geben. Wie deutlich dieser ausfällt, hängt von den angewandten Szenarien ab.

Klar ist, dass China, Brasilien und Indien die Markttreiber sein werden. Demnach wird ihre Nachfrage für die Branche von besonderer Bedeutung sein. Da die Bevölkerung sowohl in Indien als auch in China weiter wächst, wird die Nachfrage nach Düngern nicht abebben. Einzig die Geschwindigkeit des Wachstums wird unterschiedlich gesehen.

Kurzfristig sind für die Kalibranche die anstehenden Verhandlungen über die kommenden Lieferungen von Bedeutung. Bis August sollte der Vertrag zwischen dem kanadischen Exportkonsortium unter Führung von Potash und China unter Dach und Fach sein. Dann kann man abschätzen, wie sich die Situation zunächst weiter entwickeln wird. Allgemein wird erwartet, dass im laufenden Jahr zwischen 53 Millionen und 56 Millionen Kali benötigt werden. 2011 waren es 55 Millionen Tonnen.

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