Die Aktien in Europa stiegen heute auf breiter Front, da Leerverkäufer
Positionen zum Wochenende hin eindeckten. Hauptgrund dafür war, dass Chinas
Bruttoinlandsprodukt einen weiteren Rückgang verzeichnete. Dieser kam zwar
nicht ganz unerwartet, nachdem mehrere Wirtschaftsindikatoren in letzter
Zeit bereits Schwäche andeuteten. Zusammen mit der vor wenigen Tagen
veröffentlichten sinkenden Inflationsrate, die auf ein 2,5 Jahrestief fiel,
hat China nun jedoch ausreichend Spielraum, um sowohl die Zinsen und die
Reserve-Rate weiter zu senken, als auch Wirtschaftsprogramme zu
implementieren, ohne dass sofort wieder Inflationsprobleme entstehen.
Weitere Unterstützung kam heute aus den USA, wo JPMorgan für Erleichterung
sorgte. Zwar sind die Handelsverluste höher ausgefallen als erwartet, haben
jedoch die schlimmsten Prognosen deutlich verfehlt. Obwohl auch andere
Geschäftsteile keine überragenden Ergebnisse erzielten, waren sie trotzdem
in der Lage, diese Verluste mehr als wettzumachen.