„Kollege und Konkurrent Maschine“

Sonntag, 11.09.2016 10:00 von

Trendforscherinnen erklären uns den Alltag in 25 Jahren. Das Handelsblatt stellt drei Expertinnen sechs Fragen, wie wir künftig leben werden. Birgit Gebhardt zeichnet ein gemischtes Bild von der Zukunft unserer Arbeit.

Die Hamburger Trendforscherin Birgit Gebhardt entwirft im Gespräch mit uns Bilder einer Welt von übermorgen und skizziert den Aufbruch in eine neue Arbeitskultur. Wie wollen wir in Zukunft arbeiten? Was bringt den Wandel ins Rollen und wie können wir davon profitieren? Diskutieren Sie diesen Beitrag auch in unserem Businessnetzwerk Leader.In. – eine Initiative zur Vernetzung erfolgreicher Frauen und Männer aus der Wirtschaft.

Frau Gebhardt, wie werden wir in 25 Jahren arbeiten?Viele werden vernetzt überall arbeiten können. Das autonom fahrende Auto – ausgestattet mit einem großflächigen Screen – wird zum Einzelbüro. Je nach Stresslevel oder Inspirationsbedarf fährt es an den Waldrand oder durch das Szeneviertel, und zum Arbeiten taugt es eher als das Homeoffice. Das Caféhaus ist heute schon informellerer Ort für Meetings, der Coworking-Space ein gern genutztes Angebot, um in fremden Städten professionell und mit anderen Experten zusammenzuarbeiten. Das Büro der Firma, für die man arbeitet, mutiert als steinerne Corporate Identity zum offenen Headquarter. Dort tauschen sich Kunden, Businesspartner, Zulieferer und Mitarbeiter inhaltsgetrieben aus. Im Büro besuchen diese Gruppen kreative mehrtägige Workshops, nehmen an Events und Präsentationen teil. Und in Testlaboren können sie direktes Kundenfeedback einholen.

Was wird der fundamentalste Wandel im Arbeitsleben sein?Unser Arbeits- und Lebensrhythmus verschiebt sich. Er richtet sich nicht mehr nach Tageszeiten, sondern nach Prioritäten. Und: Ein Großteil der Arbeit, die heute noch Menschen beschäftigt, wird künftig von schlauen Algorithmen, Robotern, Drohnen und dem Internet der Dinge und Dienste erledigt werden.

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